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17.-24. Februar 2015 - Lanzarote Trainings(?)-Lager: Tagebuch eines Ausbruchsversuchs

Prolog

Nach 4 Monaten lang-lang immer noch zwei Monate bis zum alljährlichen Mallorca-Trainingslager – in mir reifte die Idee eines spontanen Ausbruchs. Nach ernüchternden Recherchen über das Temperaturniveau von südeuropäischen Destinationen im Februar blieben praktisch nur noch die kanarischen Inseln übrig. Kurz-kurz im Februar schien dort realistisch, und auch Pauschalradsportreisenpapst Hürzeler hatte auf Gran Canaria und Lanzarote seine Zelte aufgeschlagen. Der wird es schon wissen, dachte ich, und für 10 Euro kann man sich an sechs Tagen pro Woche in eine Tagestourengruppe einkaufen. Mehr sozialen Anschluss brauche ich für 'ne Woche nicht notwendigerweise – dieses „Englishman in New York“ Gefühl genieße ich auf Reisen sogar. Gesagt – gebucht (bin ja kein Freddy) und so fand ich mich wenige Tage später in einer Boing 737 der mir bisher unbekannten Fluggesellschaft „Germania“ im Landeanflug auf Lanzarote (laut 'tour' 01/2009 das „beste Rennrad-Ziel des Archipels“). Meine Mission war glasklar: Noch kurz vor der Mittagspause das Mietrad von Herrn Hürzeler übernehmen, eins der herunter geladenen vier GPS-Tracks abfahren und ab dem nächsten Tag bis zur Abreise dann die übliche Trainingslagerroutine – nur mit Hürzelerguide anstelle von Didi und ohne Ruhetag.
 

Tag 1

Soweit die Theorie. Wegen starken Windes misslang der erste Landeanflug, und auch die Entladung des Gepäcks am Flughafen war nicht gerade von übermäßiger Hektik geprägt. Das Zimmer des Pauschaltouristenpalastes nahe Costa Teguise war noch nicht bezugsfertig, und so verbuchte ich am ersten Tag eine Tagesfahrleistung von null Kilometern. Was mich allerdings wirklich beunruhigte, war der starke Wind. Außerdem stellte ich fest, dass ich zwei wichtige Utensilien vergessen hatte: Den Garmin-Halter sowie die Rolle mit dem „Adults only area – children do not dare to cross this line“-Flatterband für den zugigen Speisesaal im Fensterlose-Souterrain-Badeanstalt-Style. Immerhin, mein gemietetes Centurion Gigadrive hing am Haken und mein Name stand auf der Liste für die morgige Hürzeler-Ausfahrt.
 

Tag 2

Max kneift – erst lockt er mich auf diesen Lavahaufen im Atlantik und jetzt das: Der Ausflug mit der Erdbeergruppe ist wegen Sturmwarnung 'cancelled'. Meine Stimmung ist auf dem Tiefpunkt, denn Weckerklingeln um sieben Uhr und ein Massenfrühstück, für das sich selbst Jugendherbergseltern schämen würden, sind nicht gerade geeignet, mich auf solche Hiobsbotschaften vorzubereiten. Warum bin ich nur nicht als Engländer auf die Welt gekommen? Dann würde ich meine verzogenen Blagen jetzt im Barcy Club abgeben und unbeeindruckt von dem Dreckswind meine All-Inclusive-Handschelle an der Bar amortisieren. Missmutig fahre ich alleine los, aber ein Garmin in der Trikottasche bringt nichts, wenn man keine Sekunde mal eine Hand vom Lenker nehmen kann. Und eine Landkarte ist bei 6 Bft. auch recht schnell in Fetzen. Nach 1-1/2 Stunden habe ich die Nase gestrichen voll – warum bin ich nicht einfach mit Winterklamotten nach Mallorca geflogen oder einfach zu Hause geblieben? Beim Abendessen spiele ich noch eine Runde Reality-Pacman zwischen unvermittelt die Richtung wechselnden Rentnern mit vollbeladenen Tellern und Nachschubwagenführern, auf deren Gesicht „Ich bremse nicht für Touristen“ geschrieben steht. Doch auch der Umstand, dass ich es ohne Kollision bis zum Dessert-Level schaffe, kann mich nicht über die Misere hinwegtrösten: Auf dem Tacho steht praktisch immer noch Null Komma Null.
 

Tag 3 und Tag 4

Unverändert volle Windhose. Dass ich noch nicht Colt Seavers, das „A-Team“ oder Tom & T.C. gerufen habe, um mich von diesem deprimierenden Eiland zu evakuieren (ein Helikopterlandeplatz wär' da, denn die Residenz des Inselhäuptlings ist nicht weit), liegt allein an den kurzen, aber intensiven Ausfahrten mit kleinen Hürzeler-Tourengruppen der Kategorie „Hobby verzweifelt“. Wobei 'kurz' sich auf Strecke und Fahrzeit bezieht – die Trikots sind lang, bei soeben aus dem RTF-Winterschlaf erwachten Pensionistas sogar die Hosen. Wie unser Tourenführer aus Kärnten mit seinen Trispoke-Laufrädern die Spur hält, ist mir übrigens ein Rätsel. Ein Inselkenner schlägt mir vor, auf Windsurfen umzusatteln.
 

Tag 5

Mein Surfkurs fällt aus. Wegen Flaute. Na gut, dann fahr' ich eben Fahrrad. Samstags und sonntags führt Ex-Radprofi Pierre die Hürzeler-Kunden an. Keine leichte Aufgabe, denn die Teilnehmer der letzten beiden Tage sind anscheinend durch – und die neuen wollen sich erst mal locker einrollen. Haha locker, denn der Wind ist nur relativ weg, und haha flache Touren gibt es hier wohl auch nicht. Im Anstieg zum Monte Corona ist es trotz Kurzarmtrikot richtig warm (endlich!). Zudem bilde ich mir ein, den Guide in unserer dreiköpfigen Spitzengruppe unnötig laut atmen zu hören. (Auch wenn Pierre kein drahtiger französischer Grimpeur ist, sondern ein kräftiger italienischer Sprinter – Ex-Profi bleibt Ex-Profi.) Zum ersten Mal seit meiner Ankunft ist die Lanzarote-Welt für mich in Ordnung. Wenn jetzt noch die kritische Masse erreicht würde, damit Herr Hürzeler 'ne Speedgruppe aufmacht...
 

(Mein) Daach 6

In puncto Hürzeler Tourengruppe wurde heute die kritische Masse erreicht. Leider verteilte sich diese ungünstig auf die einzelnen Teilnehmer. Neben einer handvoll Alleinreisender schloss sich auch ein Herrenkegelklub aus Norddeutschland an. Uniform eingekleidet mit großzügiger Unterstützung des lokalen Frisörhandwerks und des Fensterbauers aus dem Nachbardorf. Nur der Klubchef, erkennbar an einer maximal verkehrsbehindernden Fahrweise (konkret: Herumhampeln in dritter oder vierter Reihe zur Erörterung wichtiger Angelegenheiten), durfte ein spezielles Leadertrikot tragen. Bis zur CCL-Pause in Uga hielt ich Kommentare zurück, danach separierte ich mich mit Triathlet Oskar und Radmarathon-Junkie Oliver für eine verlängerte Runde durch den Nationalpark Timanfaya und vorbei am Triathleten-Alcatraz. Auch wenn der Wind streckenweise mäßig stark war, war es doch eine schöne 100-km-Runde bei angenehmem Wetter. Und so verabredeten wir uns gleich für den nächsten Tag. Im Stillen überlegte ich mir, ob ich nicht ein paar Tage verlängern sollte ...
 

Tag 7 (Finale)

Lanzarote wollte mir den Abschied wohl leicht machen: Am Montag war es wieder etwas kühler, und der ganze Himmel war wolkenverhangen. Die geplante Tour ins nördliche Gebirge ließen wir wegen drohenden Regens lieber sein; stattdessen fuhren wir wieder Richtung Süden. Die Gruppe fand leider nicht zueinander – die sich gestern bereits andeutenden Eigenheiten gingen mir bald ziemlich auf die Nerven: Oskar fuhr anscheinend strikt nach seinem (!) Sollpuls, gab aber trotzdem nicht ein einziges Mal freiwillig die Führung ab. Oliver war das offenbar zu langsam, und so umkreiste er die Gruppe a la Bariadi – hoffnungslose Einzelkindermentalität. Also setzten meine Hürzeler-Karte und ich uns im Anstieg nach Uga durch einen erfolgreichen Ausreißversuch vom Feld ab und bogen spontan auf die „El Golfo“-Runde durch die Lavafelder an der Südwestküste ein. Trotz anfangs unwirtlicher Atmosphäre im Nieselregen eine sehr schöne Strecke. Der Rückweg über die (kurz vor dem Col richtig steile) Passstraße nach Fermés erwies sich als weiterer Höhepunkt. Leider setzte ab der Passhöhe wieder ein recht starker, böiger Wind ein, so dass die Abfahrt zum Kreisverkehr mit den Kamelskulpturen – ebenso wie die Rückfahrt via La Geria – kein Vergnügen mehr war. Doch am letzten Tag interessierten mich irgendwelche Trainingsphilosophien dann auch nicht mehr – also im Alles-Muss-Raus-Modus zum Hotel gefahren und das Mietrad an den (übrigens Hürzeler-ungewohnt sehr freundlichen) Stationsleiter zurückgegeben.
 

Fazit

Rennradfahren auf Lanzarote ist eine zweischneidige Sache: Die Landschaft ist abwechslungsreich und attraktiv, die Größe der Insel reicht gut für eine Woche, das Klima ist zwar in unserem Winter keineswegs sommerlich, aber doch deutlich angenehmer. Das entscheidende Manko ist der Wind: Wenn man kein Sklave seines Pulsmessers ist, kann man den erhöhten Fahrwiderstand moderaten Gegenwindes ja noch verkraften, aber angesichts teils schmaler, machmal recht stark befahrener Straßen sorgt böiger Wind von der Seite doch für unangenehmen Stress. Zwar sind nur wenige LKW unterwegs und die meisten PKW-Lenker überholen weiträumig, aber manche eben nicht. Zwar gibt es anscheinend viele kaum befahrene Nebenstraßen, die Landkarten (jedenfalls die von Hürzeler und die vom Hotel) waren aber nicht geeignet, deren Eignung für ein Straßenrennrad vorherzusagen. Die jeweils niedrigste Kategorie konnte sowohl eine perfekt asphaltierte schmale Nebenstraße sein als auch nur eine angedeutete Schotterpiste. Wenn ich Herr Hürzeler wäre, würde ich einen Container mit Gravel Race Bikes ordern und die Straßenmaschinen nach Mallorca verschiffen...

Posted by Reverend on 26.02.2015 - 20:34
RR - Locker und flach

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