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Abruptes Ende einer Dienstfahrt



So viel vorneweg: Mir geht's wirklich wieder gut - und ich muss nicht in München Bogenhausen übernachten, nein, das muss ich nicht. Ich bin Radfahrer! Aber jetzt noch mal von vorne.


Haupteil: Die große Acht

Letztes Wochenende ging es für die EOS Werksmannschaft beim großen internationalen BMW Mannschaftszeitfahren zur Sache. Tommi M. der Mannschaftsführer hatte geladen, ich als freiberuflicher Designer der Lasersintersysteme war gefolgt. In den Vorwochen traf man sich zum Training im Hinterland von Krailling und fuhr "locker und flach" rund um den Ammersee - dabei erlebte der Laktatexpress am Hinterrad von Nachwuchs- Führungskraft Dominik B. und Tommi M. sein persönliches Waterloo. Zweimal in der Ebene am Hinterrad versenkt. Auweia, da hätte General Wellington oder Roger seine wahre Freude dran gehabt. Gewarnt durch den Schuss in den Cervelo Bug, wurde in den folgenden Wochen ernsthaft an der individuellen Zeitfahrperformance geschraubt. Neuer behindert aussehender aber sauguter Sattel, größere Kettenblätter vorne, kleinere hinten, mehr Spacer, weniger Spacer, Sattelstütze rein, Sattelstütze raus, mehr Dimples, schnellerer Helm, noch mehr Dimples - was man halt als Zeitfahrer so macht um schneller zu werden. Aber auch Intervalle, richtig flache Aua Intervalle. Die neue Bahntrasse Richtung Vohwinkel war rechtzeitig geteert und mit LED Beleuchtung gefedert - und vor allem: 24h am Tag fahrbereit. Inzwischen dürfte sich da schon eine kleine 21mm breite Rille gebildet haben. Hundebesitzer  trauen sich schon gar nicht mehr auf die Strecke ;-)) Da kommt schon wieder der böse Mann ohne Klingel.


Tony Du Kröte!

Beim letzten Intervalltraining fiel dann mit Hilfe des neuen Tony Martin Look-a-like Aerohelm endlich die Schallmauer: 10x 3,3 km bei gefühlt 48km/h. Ok, jetzt kann München kommen. Aber erst mal kam eine Nachtschicht - und am nächsten Morgen so eine kleine Kröte im Hals. Am Donnerstag war die Kröte schon kurbelsatzgroß und nicht mehr mit harmlosen Lutschpastillen und rezeptfreiem Vitaminsaft zu ignorieren. Keine guten Aussichten, irgendwie muss eine Blitzheilung und Tiger Balm her. Und oh, Wunder, durch irgendeine glückliche Fügung stand ich am Sonntag bei schönstem Zeitfahrwetter im Nordosten von München leicht röchelnd im Morgentau und schraubte mein Material zusammen. Nur noch ein kleines bißchen belegte Lunge, wird schon gehen.

Auf dem Parkplatz treffe ich Projektleiter und Teilzeittriathlet Martin H. - und auch unseren Ersatzmann Jörg H., einsatzbereit und bis zu den selbst gesinterten Aufliegern gerüstet. Für ihn haben wir dann noch postwendend ein anderes Team gefunden,  an das er ausgeliehen wurde, machen die bei Bayern München ja auch immer so. Pünktlich checken wir am Zugang und der Startnummernausgabe ein, Besichtigungsrunde und Warmfahren im Kreisel gemeinsam, alles minutiös geplant - man munkelt, das Team EOS ist da in den Jahren zuvor auch mal etwas später gestartet als geplant;-))

Ganz nett das Quartett

11.24 Uhr werden wir pünktlich und vollzählig auf den Hochgeschwindigkeitskurs von Aschheim gelassen. Auf dem Areal, auf dem sonst nur i3 und i8 um die Wette fahren, kreiseln heute  dank der BMW-M Radsportabteilung 37x4 radelnde Zeitfahrer. Insbesondere die, die eine vierköpfige Werksmannschaften zusammen bekommen.  Die Zahl 37x4 bedeutet wohl auch Teilnahmerekord nahe an der Kapazitätsgrenze. Wir vier EOSler harmonieren vom Start weg ganz gut, Dominik plättet die meiste Zeit vorne weg, Tommi  haut auch immer einen raus, Martin und ich halten uns noch etwas zurück. Gewechselt wird immer nach Norden, das klappt dank eingebauten Kreiselkompass auch ohne Teamfunk vorzüglich. Ich für meinen Teil habe einen höllischen Respekt vor der Länge von 70 km. Am Ende würde einer von uns mit Krämpfen raus fliegen, prophezeite der Teamchef im Voraus. Derjenige der fliegt, wollte ich diesmal nicht sein.


Geschwindigkeitsrausch hoch vier

Wenn Du im Zeitfahrlenker liegend langsam und unerbittlich an einem anderen Zug vorbei schiebst, wenn Du in den Kurven mit der Scheibe wummernd am weißen Strich auf der Ideallinie klebst, wenn Du am Kurvenausgang wieder die lange Startgerade siehst und der Sog Deiner Mitstreiter Dich auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit jenseits von Fabian Cancellara zieht. Na ja, nicht ganz. Aber das ist schon ein geiles Gefühl, sollte jeder in seinem Radsportleben mal gemacht haben;-))

So ab Runde 3 war der von Dominik und Tommi angeschlagene  Rhythmus für mich besser verkraftbar, aber mir fehlte als Newbie etwas an Orientierung in dem Brummkreisel, welche Runde war nochmal? Im spärlichen Windschatten am Hinterrad eines Zeitfahrers hatte man es sich inzwischen gemütlich gemacht - danke an den Wettergott und die himmlische Windstille;-))


"Zwei Runden noch"

dringt durch den luftdichten Aerohelm an mein Sauerstoff unterversorgtes Kleinhirn. "Hey genial, wir sind noch zu viert und meine Lunge macht endlich die Klappen auf!" denke ich mir - und fange an längere und härtere Führungen zu fahren. Den Porsche Zug da vorne kriegen wir doch noch, wäre doch gelacht.. Unsere beiden Zugmaschinisten zahlen inzwischen Tribut für die langen Führungen, da kommt doch jetzt noch mal die Gelegenheit sich als Freiberufler nützlich zu machen. Feuer frei für die letzte Runde! 55-13 in der Ebene geht doch. Die Gegengerade (ich könnt schwören, die steigt um 0,3° Grad an) hoch und dann nur noch der Kreisel, vorletzte Führung beendet, huch Dominik ist weg? Martin geht wieder durch die Führung. Schnell zurück an Tommis Hinterrad.. tja, und ab dem Zeitpunkt weiß ich leider nicht mehr, wie es weiter ging. Filmriss. Totaler Filmriss. Bis irgendwo in einem Krankenwagen. "Wollen sie sitzen oder liegen?" "Ich will sitzen, wegen der Krämpfe.." muss ich wohl geantwortet haben. "Der kippt dir gleich wieder um" sagt eine weibliche Stimme. Dann wieder eine männliche: "Endstation Klinikum Bogenhausen, aufwachen. Ihr Puls und Blutdruck war ganz ok, aber warum zucken Ihre Beine so?"


Filmriss

Stell Dir vor, Du liegst in einer wildfremden Stadt mit Mullbinden umwickelt und Pflaster an den Fingerkuppen auf der ambulanten Beobachtungsstation. Ok, es könnte Dir besser gehen, aber wenigstens ist der Rahmen heil und die Knochen sind ganz. Drängendste Fragen für einen Radsportler sind dann nach Priorität:

- Ist das Team beim Mannschaftszeitfahren noch ins Ziel gekommen? Und mit welcher Zeit, Durchschnitt, Platzierung?? Und wer bin ich überhaupt?
- Wer repariert das Vorderrad schnellstens?  Wie viel Messerspeichen sind raus gebrochen, weil Du Deine Fingerkuppen da unvorsichtigerweise rein gehalten hast? Hat der Sattel was abbekommen, ist die Gabel ohne Risse?
- Ist der neue Aerohelm noch zu gebrauchen? Die Schürfwunde auf der Wange sieht nicht gut aus, der Helm muss ja total zerkratzt sein. Oder ist er sogar komplett gebrochen, so ein kapitaler Blackout kommt ja nicht von ungefähr.. Wäre schade, trotzdem Danke für das "Extended Lifetime Play" an den Helm Hersteller;-))
- und wichtigste Frage: wie komm ich hier wieder raus?

Dann ist da noch dieser freundliche Herr im weißen Kittel, den Du mit den magischen Worten "Privat" und "Cheffe bitte" an dein Wundheilungswasser  durchnässtes, kuscheliges Zweibettzimmer Laken Bettlager gelockt hast. "Wo'as hoam's denn g'moacht?" fragt der Gott in Gesundheitsschuhen. Du hast Teile deiner Radsportkleidung noch an den Beinen, und schließt daraus: "ich muss Rennen gefahren sein! Wissen Sie, Teamzeitfahren, mit Tempo 48 zur viert, immer eng hintereinander, volle Lotte, Laktat bis Oberkante, dann hingefallen und ein klein bisschen schwindelig. Ok, ich kann mich nicht so ganz erinnern, aber war sicher endgeiler Topspeed.. Zwei drei Wundermittel aus ihrem Fuentes Portfolio und nächste Woche greif ich wieder voll an!" Aber vom Radsport scheint der Typ medizinischer Bedenkenträger gegenüber absolut keine Ahnung zu haben. Du gerade auch nicht, weil Du hast einen Filmriss und kannst Dich partout nicht an den letzten Renntag erinnern.. Aber der Obermacker aus dem Klinikum, der sagt so Sachen, die verstehst Du jetzt wirklich nicht. Hier die ultimative Übersetzungshilfe..


Arzt sagt // Sportler versteht (Nachtrag I)

- "Sie können nie wieder Sport machen" - verschiebe einfach Deinen Saison Höhepunkt um zwei Monate nach hinten.
- "Drei Wochen striktes Sportverbot!" - so eine Ruhewoche kommt mir eh gelegen.
- "Zwei Wochen Sportverbot!"-  am nächsten Wochenende geht sicher schon eine RTF.
- "Sie sollten ein paar Tage kein Sport machen" -  Ab Donnerstag kannst Du wieder Intervalle einplanen!
- "machen Sie mal etwas ruhiger" - Hey Jungs, Dienstagsrunde?!

Nachtrag II:

Was denkt ein Kunde, wenn der freiberufliche Designer beim Radrennen auf den Kopf fällt:
- wird er uns weiterhin so schöne Entwürfe liefern?
- dreht er bei Innovationen jetzt komplett durch?
- kann er sich überhaupt noch an die Formensprache erinnern die im Design Manual steht?
- hoffentlich vergisst er die Rechnungen!


Nachtrag III:

Teamchef Tommi M. hat in ingeniöser Präzision errechnet in welchem Jahr das EOS Allstar Team das Zeitfahren für Werksmannschaften garantiert gewinnen wird (vorausgesetzt ich bin bis da aus Bogenhausen raus und bleib volle 70 Kilometer auf dem Rad). Und siehe da, wenn man die Durchschnittszeiten aller Mannschaften extrapoliert, den Mittelwert aller Daten bildet - und die Überhangmandate ausklammert (siehe Diagramm).. dann ist das schon 2014!

Und sonst gilt auch beim BMW Zeitfahren was der alte Benz* gesagt hat: "50 km/h sind genug"


Mein Dank geht an: Dominik B. / Tommi M. / Martin H. / Jörg H. / / was die sonst so machen ausser Rad fahren: http://www.eos.info
Danke auch an die BMW Radsportabteilung für die Bilder und die geniale Veranstaltung!


* Karl Friedrich Benz (1844 - 1929), deutscher Ingenieur, Erfinder und Unternehmer

Posted by m on 23.09.2013 - 20:23
TRI - Randsportarten

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