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Laufmasche: Hitzewallung an der Schiessmauer



Seit 8 Wochen sitz ich jetzt auf dem Trockenen.

Seit acht Wochen kein Regen, für einen Wuppertaler in etwa so ereignisreich wie ein Polarlicht im Burgholz, aber das meine ich jetzt nicht. Seit acht Wochen hab ich nicht mehr ordentlich auf dem Rad gesessen. Könnt Ihr Euch das vorstellen? Acht Wochen Wirbel einrenken und Fasziendrama beim Osteopathen, acht Wochen die Wahl zwischen Sofa, Pool und leichtem Lauftraining. Der ganze schöne Sommer – ohne Kilometer - dahin..
Und so in der tiefsten Sommer Depression fiel meine Aufmerksamkeit auf eine kleine Veranstaltung hier in Darmstadt. Cross-Lauf! Ein Crosslauf, mit C - ohne X. Cross ohne Fahrrad! Da war was. "Reifen kleben vor der Eurobike" stand dick im Kalender. Da kann es nicht schaden, an einem lauschigen Freitag Feierabend anfängerfreundliche 11 Kilometer zu joggen. Mit ca 40 Grad und Ozonwerten in der Höhe vom Tourmalet zudem die perfekte Vorbereitung für die Croco-Tropen Trophy.


CrossLauf, also quer durch den Wald, das riecht nach Flatterband!

Ich seh mich schon mit Ellenbogen um die ersten Kurven schiessen, UCI konforme 40 cm Hürden überspringen und den Kampf im Sand RunUp gewinnen. Das auch noch auf dem Gelände, wo der VC Darmstadt letztes Jahr sein legendäres Cyclocross Rennen veranstaltet hat. Mein Sportlerherz hüpft wie ein halb aufgepumpter Schlauchreifen. Scheiss auf den Rücken, Laufen ist besser als gar nix.
Und so stand ich in freudiger Erwartung einer gehörigen Laktatdusche in den ersten Startreihen einer Laufveranstaltung. Die Startnummer devot auf den Bauch gepinnt, hoffentlich sieht mich so keiner. Kristin coacht mich noch kurzfristig: „nicht vor der Frau in Neongelb laufen, das kannst Du nicht“. Ich mag so negative Einstellungen direkt vor Startbeginn, die motivieren dann immer so. Aber sie sollte das nicht ohne Grund gesagt haben. Allerdings ergab sich die Schwierigkeit das ich am Start 4 Frauen in Neongelb zählen konnte. Naja, die erste wird’s schon sein, aber jetzt Blick nach vorne, die Läufer nesteln schon alle an Ihren Pulsometern rum. Dann geht’s auch schon los - bei minus 2 hatte dann auch der letzte Läufer seine Pulsuhr gedrückt.
Ich hatte in der Läuferschar ein Exemplar entdeckt, vor dem wollte ich unbedingt ins Ziel kommen, ein stadtbekannter Dauerläufer, der bei jeder Veranstaltung dabei ist, allerdings in einem vollkommen stilinkompatiblem Schottenrock mit farblich abgestimmten Kompressionsstrümpfen zu rennen pflegt. Damit war das Minimalziel des Tages definiert. Tod oder erster Schotte! Nach den ersten Kurven sortierte sich das Feld etwas, es ging auf eine vollkommen cross untypische lange Gerade entlang der A5 Richtung Heidelberg. Mein Versuch mich zwischen dem Schotten und der Frau in Neongelb zu halten gestaltete sich etwas schwierig. Die Frau in Neongelb lief mit Ihrer Tochter, und der Schotte drohte zu überholen. Eine Frau in Weiß war vorne raus. Teamchef ich brauch klare Anweisungen! Eine taktische Pattsituation, in deren Folge die erste und zweite große Gruppe Männer nach vorne entschwand. Was tun? Die Tochter der neongelben Frontläuferin rennt lustihg neben mir - und fängt auch noch an zu nörgeln. Und bevor die jetzt ein Eis will, mach ich das ich weg komme. Da ist er, der unwiderstehliche Drang das Loch nach vorne zur nächsten Gruppe zu zu laufen, Windschatten..

Dem kann doch kein Radfahrer wiederstehen.

Neben mir rennt jetzt ein Typ mit dicken Lettern auf dem Shirt: 3.00. Komisch diese Läufer, was meint er? 3.00 RTF Punkte oder lebenslang 30er Schnitt mit falscher Kommastelle? Ich frag ihn im Scherz „3.00 im Marathon oder auf dem ersten Kilometer?“ Ich bekomm keine Antwort, dafür rennt der Typ plötzlich wie bekloppt. Das Wetter macht Einige schon kirre..

Nach Unterquerung der Eisenbahnlinie FFM/Mannheim geht’s endlich rechts weg in die Trails, oder besser gesagt: Forstwege mit losem Schotter. So was sollte verboten werden, ich renne wie barfuss im Kneippbecken oder am Strand von Pozo - und verliere wertvolle Plätze. Danach Sand, ja, Sand! Die breiteren SemiSlick Schuhe mit Pipisqallo Profil hätt ich nehmen sollen.. Dann wieder Feldwege, etwas Gras, ein paar Kurven, langweiliges Konditionstierchengeballer. Mir wird langweilig. Die Frau in Neongelb schrotet an mir vorbei - ohne ihr Kind. Jetzt weiß ich was Kristin gemeint hat, die ist echt schnell. Zu schnell. Viel zu schnell!

Die zweite Autobahn der Gegend wird mit leicht gebremstem Schaum vorm Mund gequert - und dann geht’s endlich ab in den spassigen Teil der Veranstaltung. Die kleinen giftigen Anstiege an der Schiessmauer! Beim Warmlaufen haben hier die Trainingspartner vom SV Traisa noch geflucht: „hier hoch, das ist doch ein Versehen!“ Doch, auf dem letzten Kilometer dreht der Kurs endlich in eine spassig laktathaltige CX Achterbahn, Treppen hoch, Absätze runter, so hatte ich mir das vorgestellt. Bitte mehr davon! Obwohl, nur ein bisschen, weil es ist schon recht warm heute im Oberschenkel.


Mit ein paar psychologischen Selbstverarschungs Mentaltechniken wiederstehe ich den Sirenenklängen des Streckensprechers..

Das man heute selbstverständlich auch auf die 5,5Kilometer Kurzstrecke abbiegen kann. Nein, ich fühl mich gut, die zweite Runde wird bestimmt noch schneller. Sicher sind vor mir alle auf die kurze abgebogen und ich gewinne.. Was man halt so denkt - um sich zu etwas vollkommen sinnlosem zu Überreden, das auch noch Hölle weh tun wird.

An der Streckenteilung überrasche ich die Streckenverpflegungs Groupies mit der korrekt schwappfreien Übernahme von zwei Bechern 0,3cl Wasser aus vollem Lauf. „Das geht bis 70km/h Mädels“, denke ich mir noch. Aber wahrscheinlich hatte ich da nur noch 6 km/h Nordic Walking Speed drauf. Macht nichts, der Schotte ist hinter mir -  und ich mach mich auf die Socken ihm die nackten Crosser Hacken zu zeigen.

Die zweite Runde wird dann aber doch etwas zäher als befürchtet, die Hitze haut mir endgültig den Stecker raus. Da hilft auch alle kühlende Unter-Waffen-Wäsche und alles Pseudo bionische Wüstenfuchs 3D Strickgarn nix.  Auf der elend langen Geraden der zweiten Runde will ich plötzlich ein Eis. Und ich wär am Flatterband stehen geblieben, wenn da nicht schon der Typ mit dem 3.oo Trikot am Rand gestanden hätte. Aber jetzt wird die Aktion hart:  in das Schotterkneippbecken scheint zu allem Überfluss die tiefstehende Sonne von vorne. Der Sandkasten macht kaum noch Spass, "Keep Pushing" würde Githuku lächelnd, leicht tänzelnd mit kenianischem Akzent jetzt sagen ;-)) Ich versuche mich an einer kenianischen Endbeschleunigung die sogar einen Herrn Greif imponieren würde. Aber mein Trailrun Tempo sinkt unaufhaltsam in umgekehrter Relation zur entfesselten Körpertemperatur. Tropen-Survivalmodus. Das merk ich auch ohne Pulsmesser, Thermometer und GPS Empfang.

Keep Pushing - der Schotte wartet nicht.

Die Schiessmauer Schikanen nochmal mit Puls auf Anschlag volle Pulle attackiert, nach vorne geht nichts mehr und von hinten droht auch keine Gefahr – also die letzten 500 Meter mit Anstand und ohne Krämpfe Richtung Ziel gekrochen. Wasser!
Im Ziel dann mehrere Überraschungen, knapp über 50 Minuten, da hatte ich mit weniger gerechnet. Unter den ersten 10 Männern auf der Langstrecke – und Drum Rolls: meine erste Podiumsplatzierung beim Laufen! Dritte Frau insgesamt, Zweiter in meiner Alterklasse, und erster Schotte ohne Rock. Mission completed. Ein SixPack Bier und ein Händedruck von der super engagierten Veranstalterfamilie Zöller rundet die rundum gelungene Veranstaltung ab, so kann ein Wochenende ohne Cyclocross im Sommer beginnen. Aber ehrlich gesagt, jetzt will ich langsam wieder aufs Rad – sonst renn ich demnächst noch Marathon und nehme an Schwimmwettkämpfen teil.

Egal, Hauptsache steht Cross als Silbe drin: CrossMarathon, LakeCrossing.. Der Sommer wird noch crossig - was für einen Blödsinn man macht, wenn Radfahren nicht geht.
Posted by m on 15.08.2015 - 21:40
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