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Laufmasche2: Rumble in the Oden-Jungle

Hetzbacher Volkslauf / Kipplauf (Halbmarathon) Beerfelden im Odenwald


Was macht der Radfahrer, wenn nach zweimonatiger "mir ist zu heiss" SemiSlick Schönwetterperiode das Wetter gnadenlos in Schnürlregen umschlägt?

-1. Morgens um 6.30 mit der ersten Gruppe eine RTF fahren - und hoffen das das Wetter bis zum Ötztaler aufklart?
-2. Auf der Rolle im hochgedockten Zeitfahrlenker lümmeln und sämtliche WorldCups vom Wochenende auf ÖschiBrause-Flügel TV schauen?
-3. Ausgleichssport im Regen bis der Punkt des Glücklichseins erreicht ist?

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Kristin hatte am Samstag mit Ihrem ersten Auftritt bei der Trainingsgruppe "A" des Bensheimer SSV schon mal Ihr erstes Saisonhighlight. "Du bist doch die Crosserin?" war die Konversation mit einem Senioren-Weltmeister in Spe, die dann 4 Stunden lang wegen Einerreihe, Intervallen ohne Pause und herzhaften Bergabfahrten unbeantwortet blieb. Aber das Gummiband ist derzeit stark trainiert, es reisst einfach nicht. Das beeindruckte dann die Bensheimer Elite wohl doch etwas, die anschliessend noch nicht mal bei Gegenwind nach Darmstadt zurückkriechen musste. Derweil ich auf der Terrasse das Obree Doppelprogramm abspulte, während die Katze sich wundert warum salziges Wasser vom Himmel fällt. Immerhin noch mal das schöne Wetter für Indoor Radfahren mit Sonnenbrand genutzt! Mehr ist ja derzeit nicht drin bei mir.

Aus dieser Vorgeschichte heraus fiel es uns dann recht schwer die Variante 1 oder 2 auch nur anzudenken, und am Sonntag lustlos durch den Wald Laufen, war auch irgendwie vom Vorgeschmack her nichtssagend wie Pommes ohne Beilage. Ich griff beim Abendessen herzhaft zum Salz und votierte deshalb mutig: "Gibts denn nicht hier in der Gegend einen Volkslauf?"

Dank recht schnellem Internet in der Wissenschaftsstadt Südhessens, war über eine bekannte Suchmaschine recht schnell ein Ziel gefunden: Volkslauf in Beerfelden! Volkslauf, hört sich an wie Völkerball in der Jugend. Und dann noch in Beerfelden. Weiß Gott wo das liegt. Konditionsarme Landbevölkerung die zur Belustigung auf Ihrem Volksfest eine Lauf anbieten, mit Podiumsgarantie für Zugereiste! "Guck mal im Alphabet Konzern wo das liegt." Ganz hinten in meinem elefantösen Radlerhirn hatte ich den Namen Beerfelden schon einmal abgespeichert. Col de OberBeerbach, Bergwertung. nee Beerfelden - hatten die da nicht einen Flowtrail? War da was mit Bikepark? Enduro?? Beerfelden im Odenwald.

Da wo ein Bikepark ist - und Du die Einheimischen nicht verstehst - sind Berge nicht weit - und Berge und Laufen in Kombination mit Wettkampf tut weh! "Die haben da auch einen Waldlauf über 21,5 Kilometer. Ist aber eher ein Berg-Waldlauf - Du wolltest doch mal einen Halbmarathon laufen? Morgen geht das!" meint Kristin leicht kichernd. Und wer Ihre Eltern ob so eines abwegigen Gedanken in Ihrer Entscheidungsstruktur kennt, Kristins Gene meinen das Ernst. Mir bleibt die erste salzige Kartoffel im Hals stecken.

KonditionsWunderTierchenhausen

Da hatte ich den nassen Salat, ok, morgen früh, 9.00 - Halbmarathon in Beerfelden, eben mal so. Andere bereiten sich auf so etwas ein halbes Jahr vor, wir fahren morgen früh mal eben da hin. Das Höhenprofil ist verheißungsvoll und ähnelt dem Verlauf des Willinger MTB Marathon, nur alles auf 21 km komprimiert ohne Flachstücke. Aber eben auch keine Trails. Wie in Willingen. 150 Höhenmeter hoch, und wieder runter, wieder hoch, runter, Schleifchen mit 150 Höhenmeter dran und fertig ist das Ding. Inklusive eines dieser kleinen fiesen Zacken am Ende im Höhenprofil - die man nie so ernst nimmt, weil im Verhältnis nicht mehr so gross.

Egal, Startnummer auf den Bauch gepinnt, in strömendem Regen stehen wir mit 50 Mann/Frau an der Startlinie. Die Veranstaltung zählt zum Odenwald LaufCup. Deswegen gibt es neben dem Volkslauf auch noch einen gut besuchten 10er und viele lauftypischdrahtige Gestalten mit neongelben Singlets "wo_man_sich_die_Brustwarzen_abkleben_muss-weils_sonst_scheuert_es" (wie bescheuert ist das denn??) springen da rum.  Kristin will locker angehen lassen und nur einen langen Trainingslauf machen, ich schiele insgeheim auf mein AK40 Altersklassenpodium. Letztes Jahr hat das einer in meiner Klasse mit 1.45 Stunden abgeräumt, das müsste drin sein.

Mein Alter Ego in der linken Gehirnhälfte kommentiert das Renngeschehen für die Radsport Vereinsnachwelt:
"Vom Start weg konnte er die Spitzengruppe in Sichtweite halten, mit beherzten Attacken Akzente setzen, die Farben des Vereins gut den Zuschauern präsentieren - und vor allem: den Rennverlauf entscheidend mitgestalten."

Dann ist der erste Kilometer um.

Es geht in den Wald - und schlimmer noch - es geht bergauf. Es wird ziemlich rasch dunkel. Dazu muss ich sagen, der Odenwald ist an dieser Stelle wirklich sehr dicht, und grün, und steil. Und durch den dauertropfenden Regen wird das Szenario noch dreifach verstärkt. Du rennst Anschlag durch eine dunkle triefende grüne Hölle. Wobei die Odenwälder das Wort Hölle nicht so gerne hören. Ok, versuchen wir es anders. Du rennst durch einen triefenden dunklen Tunnel. Immerhin ist der Krähberg Tunnel in Beerfelden der längste eingleisige Eisenbahntunnel Deutschlands! Wusstet Ihr das nicht? Mal Wikipedia fragen... Es ist schon komisch, was einem alles so durch den Kopf geht, wenn das Laktat und die Strecke steigt - und der Feldweg mit den Konkurrenten am Himmel verschwindet.

Oben an diesem verf...ten untertunnelten Krähberg angekommen werde ich von einem dieser drahtigen LG- Singlet Träger überholt. LG steht nicht für "Liebe Grüße" sondern "Laufgemeinschaft". Der Singletträger will aber nicht gemeinsam mit mir Laufen, sondern nur Liebe Grüße und Tschüss sagen, was ich doof finde. Die Strecke neigt sich gerade wieder fast einer perfekten falschen Ebene, es könnte langsam auch mal wieder bergab gehen für meinen Geschmack, da kommt von hinten noch ein LG-ler - und ich ahne was jetzt kommt. Nix Tschüss! Deswegen packe ich mal die kleine Erste Hilfe aus dem mentalen Verbandskasten aus. "Komm, den da vorne kriegen wir noch", stachel ich ihn an und beschleunige merklich. Der Typ ist vollkommen verdutzt, macht aber guten Windschatten, und er feuert wirklich alles raus um seinen Kollegen einzuholen. Irgendwie ist bei mir durch die Aktion wieder der Renngeist erwacht, und der Motor läuft langsam auf Betriebstemperatur.


"Meine Herren, wir sind oben, es kann losgehen!"

..lege ich nach. Diese kleinen fiesen Psychotricks scheinen bei Läufern noch ganz gut zu funktionieren. Ich kann jetzt nicht sehen, wer von den beiden ob dieser Ansage mehr gestaunt hat. Eben noch kriecht der Typ ohne Singlet noch vor uns den Berg hoch wie ne Schnecke, und jetzt solche Sprüche... Egal. Manchmal muss man was wagen;-)) Und dann packe ich das aus. Ich packe aus, was Kristin beim Training gar nicht mag. Was schon mein Vater bei den endlosen Dauerlauf Runden um die Neye mit mir nie mochte. Ich entdecke die wundervolle Wirkung meiner elend langen Beine! Vor allem, wenn es flach oder leicht bergab geht! Hacken an den Hintern und leichte Vorlage.


let it Roll baby!

Und so gehts ab dem Zeitpunkt nach dem "Catch me if you can" Modus links und rechts über den Krähbergtunnel. Immer 150 Höhenmeter leicht bergab was die Beine her geben, um dann an der folgenden 150 Hm Steigung möglichst lange ausser Sichtweite zu bleiben. Die Oberschenkel pfeiffen dazu ein gequältes Lied, jeder der mal richtig schnell bergab gelaufen ist, der weiß das die Krämpfe unweigerlich und vor allem nah sind. Sie werden kommen. Frage nur, ob vor oder hinter dem letzten Hügel.

Um es kurz zu machen: die Kilometer 8 bis 19 sind eine schöne Achterbahn der Gefühle, selten hat einfach Rennen, "Wetzen", "Ballern", "Pfeffern" so viel Spass gemacht. Auch weil die Kondition passt, vielleicht auch weil das Gewicht wieder passt, aber am meisten weil das schwarze LG Singlet nicht mehr sichtbar, und das neonfarbene in sicherem Abstand hinter mir durch den Odenwald keucht. Raumgreifende Schritte, nur noch dieser letzte steile Downhill mit rudernden Armen bergab, am Bahnhof in der Talsohle vorbei, die kleine Kuppe und dann ins Ziel. Tja, und wie das mit diesen letzten kleinen Kuppen a 50 hm so ist. Hey, Kilometerschild 20 heißt bei einem Halbmarathon noch lange nicht, das Du im Ziel bist! Aber auch die Kuppe hat dann doch ein muskelzuckendes glückliches Ende, mein Zahnschmelz ist um 2mm abgetragen. Und der Veranstalter schickt uns über die berühmten Motorrad Serpentinen vom Krähberg runter ins Ziel. "ja Oberschenkel, das Pladdern auf dem Asphalt ist gleich vorbei" "Kleinhirn, denk jetzt einfach an eine Gazelle."


Aber diese Serpentinen, dieser Asphalt, dieser Ausblick - Notiz an mich selbst: hier muss ich noch mal mit dem Rennrad hin.

Derweil dann Innenkurve und banger Blick über die Schulter. Das Ortschild erreicht die selbsternannte Teilzeit-Mental-Antilope mit Müh und Not. Ich kann den hart erkämpften Platz unter den ersten Zehn halten und biege leicht kaputt in den Zielraum ein. Zeit 1.40.etwas. Leicht ist untertrieben. Es riecht nach frischem Regen, Kaffee, Kuchen und Rennwurst. Alles ist gut.

Schade, wenn ich mit Uhr rennen würde, hätte ich vielleicht die symbolische 1.40er Grenze geknackt, aber egal. Haben Antilopen Uhren? Nein. Also. Zeiten auf so einem Kurs sind eh relativ. Und während ich so über Kleinigkeiten wie die persönliche Zeit und die Auswirkung von Wildtieren auf die körperliche Verfassung hadere  - kommt die erste Frau herein. Deutlich dynamischer als ich. Na das ist doch mal ein antilopenmässiger Anblick. Es ist zu meiner starken Verwunderung Kristin. Direkt hinter ihr die - nicht mehr so ganz gazellenhafte - bauchnabelfreie (soweit das bei den Startnummern vorne geht) Laufdress Konkurrenz. Die Führende des Odenwald Laufcup ist sichtlich leicht angesickt ob Ihrer Entthronung. Vielleicht auch weil Ihr männlicher Teamkollege unbedingt noch versucht hat erste Frau zu werden. Aber Kristin sprintet vorne weg und grinst unterm roten Sparkasse Zielbogen wie das schnellste aller Tiere: Das ZuckertortenRennpferd.


Typisch Crosserin

"Alle Frauen waren am ersten Berg noch zusammen, ich hab dann laut zu allen gesagt: "das wir jetzt interessant". Wenn ich die Chance auf den letzten Kilometern hab zu gewinnen - lass ich mir das doch nicht nehmen! Ich hab die Dritte im vorletzten Gefälle abgehängt und Zweite im letzten Downhill stehen lassen - und über die Kuppe hat das dann gereicht. Der Anfang war voll locker. Mit Matthias trainieren ist anstrengender" war die einfache Analyse des Rennverlaufs. Und dann quillt es aus Ihr raus:

"Ich hab einen Halbmarathon gewonnen, wie genial ist das denn???!"

Was ich zum Schluss noch sagen muss, was mir bei der Veranstaltung des Turnverein Hetzbach 1919 e.V. - die übrigens bestens organisiert war, und kuchentechnisch mit jeder RTF mithalten könnte - was mir bei dieser Laufveranstaltung aufgefallen ist: alles ist ganz locker und easy! Kein Stress, keine geteilten Startblöcke, kein Lizenz Bohei oder Jedermann Fickfack! Es ist schön sich vorzustellen, wie zeitgemessene Radsport Veranstaltungen aussehen könnten, wenn der BDR nicht mit seiner Trennsucht und Regulierungswut alles versauen würde. Das bleibt eigentlich am meisten hängen von dem Wochenende. Anscheinend hat jede Sportart den Verband den sie verdient. Schade fürs Radfahren. Steht jetzt schon 2:0 für Laufen.

Das gute am Laufen ist:du musst an einem Regentag noch nicht mal sonderlich Klamotten Putzen danach.) Ich glaub, da mach ich noch mehr. Auch wenn am Ende nur ein 3ter Platz der Altersklasse und 8ter Gesamtrang mit 20 Minuten Abstand auf den Gesamtsieger war - da ist noch Luft..

PS: ich hab gehört da veranstaltet jetzt ein Lauf- und Tri Club in Mannheim im kommenden Winter ein Cross Rennen. So ganz ohne den BDR? Vielleicht ergibt das ja eine entspannte Veranstaltung, ich drück der MTG alle Daumen!  Und ich glaub ich trete schon mal vorsichtshalber in eine Laufgemeinschaft ein:

LG Singlet - die Laufgemeinschaft mit Pflastern e.V. ;-)))


Ergebnisse http://tv-hetzbach.de/documents/waldlauf/ergebnislisten/2015/21km.pdf

Posted by m on 17.08.2015 - 14:58
TRI - Randsportarten

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