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Mühlchen Triathlon - Sprint durch Tümpel und Wald



„Kevin! Komm jetzt raus, Du bist schon zwei Stunden in dem Becken.“
Weithin schallt eine leicht genervte Erziehungsberechtigte von der Liegewiese.´“Mama, da auf dem Schild steht 25 Grad Wassertemperatur, nur noch ein bisschen - iss gar nich kalt..“ entgegnet ein mit hängender Badehose bekleideter klatschnasser Jungspund mit schätzungsweise 4% Körperfett. Die Ansätze von Gänsehaut und blaue Hautflecken sind nicht zu verheimlichen...

Es ist Hochsommer 2014, es ist warm, es ist sonnig - fast schon ein Jahrhundert Sommer für einen Exil Sauerländer. Da macht es entgegen der sonstigen radsportlichen Gewohnheit sogar ausnahmsweise einmal Spass ins Freibad zu gehen. Ich will auch schnell Kraulen lernen, bin ja schliesslich jetzt auch in der Schwimmszene, als ahnungsloser Erfinder und künftiger Bestseller Autor, also weg da Kevin - und rein ins pipiwarme sommerliche Nass.


So, und jetzt die Preisfrage an alle Schwimmbadbesucher: woran erkenne ich, auf welcher Bahn ein Triathlet trainiert?

Genau: Neoprenanzug und Haube minimum 5mm, Flossen, Pullboy in diversen Farben - und Paddles, fehlt eigentlich nur noch der Schnorchel. Da wo Robben scheinbar regungslos treiben - da ist die Bahn mit den tollen Triathleten, weil: man hat ja in fünf Monaten einen wichtigen Wettkampf mit Neo, wegen der wichtigen Wasserlage und so..

Was das Schwimmen angeht, bin ich eher so das Gegenteil vom Triathlet und mehr so der natürliche Typ. Natural Swimming bis Open Water. Das Wasser kann ruhig undurchsichtig oder salzig sein, es muss keinen Beckenrand geben - und die Rollwende hab ich mir mal vergeblich auf Youtube angeschaut. Trainingspläne mit Lagen, was auch immer das ist, sind mir ein Graus. Eigentlich war Schwimmen für mich immer nur die schnellste Verbindung zwischen mir und meinem Surfbrett. Definitiv negativ am Schwimmen ist Chlorgeruch und das Geräusch von Adiletten an der Haftungsgrenze. So schön die Wuppertaler Schwimmoper auch ist, die richtige Musik spielt irgendwo ausserhalb der Kachelbecken dieser Welt.


Das ist vielleicht der Grund, warum ich das Mühlchen so mag.

Für nicht Süddhessen: das Mühlchen ist ein kleiner Tümpel auf der anderen Seite von Darmstadt. Dahin kommt man nur, wenn man das schön aristokratische Oberfeld und den sozialen Brennpunkt Kranichstein mit dem Rad durchquert. Dafür wird man belohnt mit einem eintrittsfreien Naturschwimmbad und dem Retro Charme eine 30er Jahre Badekulisse. So muss Bergisch Nizza ausgesehen haben! Alles recht nett und adrett hergerichtet von einem sehr rührigen Förderverein. Es gibt nur auf einer Seite eine Beckenwand, die Längsseiten von Liegewiesen gesäumt verliert sich die andere Kopfseite im Naturschilf an der Bahnlinie. Das Wasser wird sofort tief, halt nix für Nichtschwimmer. Und zum Zielschwimmen eignen sich die drei Bojen mitten auf dem Teich, wer will, kann weiter hinten im Teich versuchen um einen Schwan rum zu zirkeln, das sollte man aber nur in Neo mit Radhelm versuchen. Ich mag so natürliche Hindernisse, ich mag auch das dunkle schwebteilchengeladene Wasser. Die Halveraner Herpine war auch so ein undurchsichtiges Moorloch ;-)) Einheimische munkeln, das Mühlchen hätte auf dem Grund Linien zur Orientierung aufgemalt, aber das wird nie jemand nachprüfen können. Eher probier ich noch den Salto vom Einmeterbrett.

Jetzt stand just für dieses Wochenende ein kurzer lokaler Triathlon auf dem Programm, Sprint: 0,4/17/4,5k, Zielzeit ca eine Stunde, also Cyclocross immanent. An der Unruhe im Hause Endres war leicht zu erkennen, das es sich hier um einen lokalen Event mit nicht zu unterschätzen hohem Prestige handeln musste. Also knapp gefolgt von der Welt- oder Vereinsmeisterschaft. Räder wurden umgebaut, Schlauchreifen geklebt, Strecken abgefahren.. Puhh, das war schlimmer als Frankfurt! Für mich war die Sache dann ganz klar: auf der Kurzdistanz brauch ich keine Flaschen anreichen, und für den parallel stattfindenden Neustadt Bike Marathon reicht grad die Form nicht – also mach ich da doch auch mal mit! Mein zweiter Triathlon, nach Worms 2009. Ob ich meine Schwimmform von vor 5 Jahren konservieren konnte? Immerhin hatte ich ja auch schon mit Sandra und Markus (die mich damals zum Tristar nach Worms lockten) im Langener Waldsee zwei Runden geschwommen - und ich war nicht unter gegangen!


Also mitmachen, just for fun.

Ein erster Streckentest gab dann schon mal eine Richtungsentscheidung: aufgrund der „hammerharten Radstrecke quer durch den Wald“ (O-Ton) entschied ich mich für das Rennrad mit knallhart aufgepumpten 28 Reifen. ;-)) Muss reichen. Aber ehrlich gesagt, das war am Ende wirklich ein Gehoppel. Vor allem auf dem Darmstädter Asphalt, der den Hang zu sommerlichen Mikroblasen hat. Die Waldautobahnen waren dagegen recht zügig zu fahren immer getreu dem Cancellara Motto:


„wenns holpert - Gewicht aufs Pedal“.

Am frühen Morgen des RennSonntag steh ich dann gut gelaunt am Beckenrand des Mühlchen und bin gut vorbereitet. Denke ich. Bis ich die Konkurrenten meiner Altersklasse sehe, die alle Neopren tragen! Für 400, in Worten vierhundert Meter Schwimmstrecke. „Das bringt netto 10 Sekunden wenn Du den Verlust beim Umziehen mitrechnest.“


10 Sekunden? Lächerlich!

Trotzdem, ich komme mir direkt underdressed vor. Neopren bei 25°, auf die kranke Idee muss man erst mal kommen! Ich hatte mir für die 400 Meter eher überlegt ob ich die Radschuhe schon vorher anziehe - darf man aber nicht. Einteiler mit Stoff über der Schulter, darf man auch nicht! Eigentlich darf man beim Triathlon ziemlich viel nicht, vor allem nicht gut aussehen. Da achten die peinlich genau drauf. Also investiert man in Rennanzug und Startnummernband. Das lässt einen zuvor stylischen Radfahrer im Handumdrehen aussehen wie einen nackigen Profi-Ringer, böse Zungen behaupten auch: wie eine Mischung aus Borat und Rotkäppchen mit Schürze. Aber egal, der Rennanzug ist hydrophob wie ich, und er ist schwarz, macht schlank und lässt die Pfunde von der sommerlichen Antibiotika Kur galant verschwinden. Aber ich hab natürlich auch geheim aufgerüstet:


Eine Schwimmbrille, die so schnell ist…

ein super seltener 2016er Erlkönig Prototyp einer neuen bald weltbekannten Schwimmmarke. Das Ding, also die Brille ist sowas von schnell.. Zumindest wenn sie der/die richtige trägt. Ich hätte die Brille besser Kristin gegeben, dann wäre das erste „First out of Water“ im Sack. Weil in der ersten Startgruppe der Frauen merken alle Zuschauer, das Kristin sich heute richtig was vorgenommen hat. Sie pflügt an der Spitze das Mühlchen - vor der Frau „die sonst eine Bahn über Ihr trainiert“, Ihre ärgste laufstarke Konkurrentin von der ersten Minute an voll unter Druck. Ich bin zwar nicht angesprochen, fühle mich aber ob der Performance auch etwas unter Erfolgszwang. Ist zwar mein erster Triathlon seit langem, aber ich will jetzt auch nicht "zweite Frau" werden. Wo kommen wir denn da hin? Da werd ich wohl auf dem Rad etwas Gas geben müssen um das wieder wett zu machen.

Bevor ich dann 40 Minuten später mit den besten Männern ins Wasser gehe (wer auch immer mich in die Grupppe gelost hat), lege ich noch eine Slapstick Einlage ala Dick und Doof hin. Weil ich mit dem Finger versuche einen Fleck aus der Innenseite meiner AntiFog beschichteten Raumfahrt Schwimmbrille zu entfernen. Und komm jetzt keiner auf die Idee, mir den Tip zu geben das mit dem hydrophoben Schwimmanzug raus zu reiben.. Die Gummibadekappe taugt auch nicht und der Beutel liegt in der Wechselzone. Wenn nichts hilft, reinspucken.. Wie gesagt, das Mühlchen ist eh so trüb, da sieht man sowieso nix. Meine Taktik im Wasser war daher über- und kaum durchschaubar:


Überleben und das mit dem Hand/Fuss Kontakt Wasserschatten mal ausprobieren.

Das klappt vorzüglich, vorausgesetzt der Vordermann weiß wo er hin schwimmt. Und da der Vordermann einen Neo anhatte, geh ich davon aus das wir nicht zu viele Kringel geschwommen sind. 400 Meter sind angenehm schnell vorbei. Dann schnell in die Wechselzone, Notiz an mich selbst: Fersenrand der Schuhe mit Vaseline Einschmieren ist super. Mit einem Finger die Vaseline berühren und danach versuchen den Drehverschluss der Schuhe zu schliessen - das üben wir noch mal. Auf dem Weg aus der Wechselzone sehe ich dann nur gähnenede Leere und unsportliche Menschen mit Fitnessrädern dem Ausgang zustreben, wo bin ich hier gelandet, wo geht’s zum Wettkampf?! Verzweiflung - man bin ich weit hinten. Deswegen über den Balken, aufspringen und Kette rechts.


Mein neon-weißes Venge ist für den Auftritt hier im Wald vollkommen verunstaltet:

Sattelstütze nach vorne gedreht, Zeitfahrsattel drauf, Auflieger montiert, 28er Paris-Roubaix Reifen und Mountainbike Pedale. Darf echt keiner sehen. Fehlt nur noch der Seitenständer für die Wechselzone, haben hier wirklich einige. Triathlon hat ja per se nix mit Ästhetik zu tun, ich muss wieder meiner Überzeugung schulterfrei durchs Unterholz fahren. Das war ja bisher nur Rainer W. am Christopher Street Day im Burgholz vorbehalten. Ich kann nur sagen, das fühlt sich an, als wär man schon mal gestürzt. Ich fahre für meine derzeitige Form recht schnell auf der Geraden, in Kurven aber eher vorsichtig und beschränke mich auf lautstarkes Überholen. Langsam tauchen auch wieder normale Triathleten auf dem Kurs vor mir auf. Leider alle für unerlaubte Rudelbildung zu langsam. Nach 2/3 der Strecke bekomme ich Gesellschaft von einem Herr Donnelly, natürlich nicht "dem" Herr Donnelly, eher von einem, der dem echten Herr Donnelly den Einteiler auf Ebay gebraucht abgekauft hat. Weil Triathleten schreiben sich den Namen auf den Arsch, weil alle gleich aussehen. Alle Anzüge meine ich natürlich.. Keine Ahnung warum, iss aber so. Und das führt dann zu so Doppelbennungen, weil der Sonntags Rennanzug aus der SecondHand Börse kommt. Anyway, der Fake Donnelly hat ordentlich Sponsoren auf der Brust, und die wollen wohl auch im zweiten Leben vorne im Wind präsentiert werden. Er bleibt am Hinterrad um dann sogar heldenhaft nach vorn in den Wind zu gehen. Bitteschön.. Meinetwegen, darf ich vorstellen, ich bin Radfahrer, ich kann Dir die Stollen vom Hinterrad wetzen wenn Du willst.. Im Vorbeifahren an allen anderen Athleten habe ich  gelernt, das die vorgeschriebene oder allseits akzeptierte Windschattenbox auf ca. 3-5 Meter definiert wird. Manchmal auch 3-5cm, aber das ist eine andere Diskussion.. Ich nehm dann mal die maximalen 80% Percentil in Meter als eigenen Massstab. Herr Donnelly fährt von vorne als gäbs keinen Belgischjen Kreisel und kein morgen - und ich finde ein bisschen Wechseln mit Anstandsabstand könnte bei dem Gegenwind helfen. Herr Donnelly will nicht, er will mich partout los werden. Alles wäre gut, aber Herr Donnelly fängt plötzlich an, in den zahlreichen Kurven auf Schotter Harakiri zu fahren. Hihi. Ich fahr neben ihn: „ich bin Cyclocrosser, du kannst jetzt so bis Paris fahren und kommst nicht weg!“ Was ihn nur noch mehr anstachelt, jetzt brauch ich gar nicht mehr vorne fahren, auch gut. Ich bekomm teilweise echt Angst ob seiner Fahrweise, nicht das ich gleich noch den Notarzt holen muss. Und wenn er mir zu langsam wird, lass ich ein paar Tritte aus und die Chris King Nabe surren, das hat bisher immer noch gewirkt.


Bzzzzzz..Doneelly. venga, venga!

So geht wenigstens das letzte Stück des Radkurses sehr amüsant vorbei. Am Balken zur Wechselzone will er dann mit Schneckentempo vom Rad, ein weiterer verhaltensauffälliger Tri-Absteigekünstler mit offenen Schuhen macht die Lage noch komplexer. Der Kerl will mich abdrängeln, sind wir jetzt doch beim Cyclocross? Nicht mit mir. First over the barriers! Keine Gefangenen an der Hürde, das ist mein Revier. Kann ich doch nix dafür, wenn Ihr hier alle freiwillig Barfuss über den Kies schleicht. Ein kleiner Cavendish Crosscheck vor dem Balken, um dem Nachbarn liebevoll anzudeuten das er gefälligst die Linie halten soll, wirklich ein klitzekleiner und großes Hallo und Geheule. Ok, vielleicht fühlt sich das wegen schulterfrei so hart an, keine Ahnung, oder sind Triathleten mit Fussballern verwandt? Da hätt ich ein paar schöne Witze drüber.. ich hab auch grad keine Zeit. Overstep, laufen mit Tempo 30 in die Wechselzone. Weiter im Text. Notiz an mich selbst: Radschuhe voll aufdrehen und danach damit schnell Laufen.. - keine gute Idee!


Hart anlaufen, soft austrudeln

Die Laufstrecke mit Laufschuhen geht dann recht zügig vorüber, ich meine, das hab ich in den letzten Monaten auch wirklich etwas geübt. Herr Donnelly zieht mit einem anderen Konkurrenten dann aber doch davon. Ohne Rad  bin ich wehrlos. Der erste Gesamt, ein U17 Kaderathlet, kommt an der zweimal zu laufenden Tümpel-Runde federleicht an mir vorbei gejoggt, der macht da noch was Anderes.. Ich fühle mich noch wehrloser. Aber das Ende ist nah, ums Stadion herum, ins Stadion hinein, und nochmal um den Sportplatz herum. In der Finishing Spirale keiner hinter mir zu sehen, Kristin empfängt mich auf den letzten 100 Metern - austrudeln und locker ins Ziel. Geschafft, zweiter Triathlon ever - und das ohne groß in die Schmerzzone gehen zu müssen. Eigentlich ganz kurzweilig, angenehm anstregend und nicht ermüdend.


Eigentlich super..

Eigentlich wäre jetzt alles schön und gut - Rennwurst für alle, das Wetter hält – wie immer kein Regen. Die gesamte Verpflegung im Zielbereich ist for free, und zwar Alles für Alle! Auch der Kuchen, der Nudelsalat und sogar das Bier!! An dieser Stelle nochmal schönen Dank an die Organisatoren, so etwas hab ich im Radsport noch nicht erlebt. Toll, macht das weiter so! Dann beginnt mit einiger Verzögerung die Siegerehrung. Kristin wird erste Frau -Gesamtsieg auf der ganzen Linie, Kristins Mutter Astrid gewinnt Ihre Altersklasse auch mit ziemlich Abstand, wie von langer Hand geplant - ich gewinne die Tombola. Das hat sich im Laktatexpress jetzt auch so eingebürgert. 

Dann bin ich ziemlich überrascht, Mein Name und das Wort Laktatexpress purzeln deutlich aus dem Lautsprecher. Ich realisiere langsam, daß ich in meiner Altersklasse sensationell das Podium erreicht hab. Auf dem Bild sieht man, das ich recht unvorbereitet freudestrahlend zum Podium gehe - und dann ziemlich verdattert da stehe.


Eigentlich sch...

Beim Studium der Ergebnisliste ändert sich mein Aggregat Zustand dann aber sichtlich von freudstrahlend stolz zu Super Sauer: 4 Sekunden auf Platz zwei, 9 Sekunden auf den Ersten!!! Weil, die Beiden waren in einer anderen Startgruppe und deswegen nicht vor mir auf der Laufstrecke zu sehen! Es gibt also immer wieder Athleten die sich in der niedrigeren Startgruppe einsortieren um unter dem Radar zu laufen! Oder einsortiert werden, will da keinem zu nahe treten.


Notiz an mich selbst, Triathlon hat nichts mit Cyclocross zu tun

Kein Kampf „Mann gegen Mann“, nur Du und Deine Uhr. Falls Du eine hast. Keine Taktik, keine Aggression, höchstens gegen Dich selbst. Die fahren alle ferngesteuert möglichst schmerzverzerrt gegen die Uhr durch den Wald. Das muss man erst Mal verstehen! Will ich das überhaupt? Andererseits: Neun klitzekleine Sekunden, wie ärgerlich. Neun Sekunden, wenn man sich im Schwimmen noch um Minuten verbessern kann. Neun Sekunden, wenn man seine Schuhe schneller zu bekommen würde. Neun Sekunden, die im Laufen noch pro hundert Meter steigerungsfähig sind! 9 Sekunden auf knapp über eine Stunde. Das ist fast noch schlimmer als 44 Sekunden auf die 10 Std Hawaii Quali auf der Langdistanz. (Obwohl, ist es nicht.) Aber 9 Sekunden waren drin, an jeder Ecke - das ist einfach nur Dummheit. Was wäre das für ein Klopper gewesen, erster Tri-Start, und gleich der Durchmarsch? oooh ich Idiot! Und jeder, der weiß wie ehrgeizig ich (sein kann) bin…

Wieviel bringt nochmal ein Neopren auf 400 Meter? 10 Sekunden? Wir sehen uns morgen im Schwimmbad..
Geh jetzt weg aus meiner Bahn - Kevin!! Du schwimmst ja immer noch hier rum!


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Danke an Thomas Zöller (www.zoeller-media.net) für die schönen Fotos!

Organisation und Ergebnisse: http://www.sg-arheilgen.de/muehlchen-triathlon.html

Kult Schwimmbad: http://www.muehlchen.de/



Posted by m on 11.08.2014 - 13:30
TRI - Randsportarten

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