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Tool Time mit dem Reverend: DT Swiss Naben auf dem OP-Tisch (#HüGIwillneverdie)

Abstract: Im folgenden finden sich einzelne Tipps zur Wartung und Reparatur derjenigen DT Swiss Naben, die auf dem 'Ratchet' Freilauf-Mechanismus basieren (namentlich "350", "240s", "190" und "180"). 

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Bilder:
( 1 ) Dentistik (v.l.n.r.): 18t "SL" | 18t | 36t "SL"
( 2 ) Rotary Club (v.l.n.r.): Shimano | Shimano "11 speed road" | Campagnolo | SRAM "XD Compatible"
( 3 ) Weight Watcher: Rotor 190 vs. Rotor 240s
( 4 ) Bis hierher ist es einfach: Blick auf den innenverzahnter Ring vor dem rechten Kugellager nach Demontage des Freilaufs und der Achse
( 5 ) Work around: Kugellagerwartung durch die Hintertür bei Tims "Magura Pro" (Klon einer frühen "240s rear Disc") 
( 6 ) Dentistik Teil 2: Innenverzahnter Ring aus Nabenkörper, innenverzahnung Rotor, verschiedene Zahnscheiben, Federn
( 7 ) Ritze ratze: Shimano Freilauf zersägt
( 8 ) Fräsorgie: Nabenkörper von SRAM, Innenleben DT Swiss

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Vorwort

Wenngleich die Naben von DT Swiss in puncto Sex Appeal und Aufwendigkeit der Konstruktion nicht in der absoluten Top Liga spielen*, so ragen zumindest die Modelle mit Zahnscheiben-Freilauf doch positiv hervor in dem Bereich der in Großserien produzierten OEM-Ware.

Zur Klarstellung: Es gibt von DT Swiss auch einfachere Modelle mit Sperrklinken-Freiläufen – der folgende Text bezieht sich ausschließlich auf die höherwertigen Naben mit Zahnscheiben-Freiläufen ("Ratchet System").

Wie auch in meinem Essay über Chris King Naben geht es nicht darum, die Wartungsanleitung des Herstellers zu ersetzen, sondern um ergänzende Hinweise zur Instandhaltung und zur Qualitäts-/ Kompatibilitätsbeurteilung bei Neuanschaffung.

*) Es gibt keinen König neben dem König. Siehe: 
http://www.laktatexpress.de/posts/tool-time-mit-dem-reverend-herumdokter...


 

Freilaufkonstruktion

Wie erwähnt gibt es von DT Swiss auch Naben/Laufräder mit Sperrklinkenfreiläufen; die hochwertigen Modelle basieren jedoch auf dem "Ratchet System" (d.h. zwei stirnverzahnten Scheiben, die durch Spiralfedern gegeneinander gedrückt werden). Das Antriebsmoment wird dabei (neben der stirnseitigen Verzahnung) über eine Außenverzahnung dieser Zahnscheiben übertragen: Im Nabenkörper befindet sich ein eingeschraubter Ring mit korrespondierender Innenverzahnung; im Freilaufkörper (Rotor) befindet sich ebenso eine korrespondierende Innenverzahnung.


Von den Zahnscheiben gibt es mehrere Versionen, welche sich in puncto Gewicht sowie Teilung der stirnseitigen Verzahnung unterscheiden – siehe Bild ( 1 ):

  • 18t "HüGI" (nicht im Bild)
  • 18t 
  • 18t "SL"
  • 36t "SL"
  • 54t "SL" (nicht im Bild)


Die beiden Zahnscheiben eines Paares unterscheiden sich nicht voneinander. Nach meiner Kenntnis sind die Zahnscheiben (paarweise) untereinander kompatibel (Ausnahme: 18t "HüGI"). Die hohlgefrästen "SL"-Versionen wiegen pro Paar etwa 10 g weniger als die 18t Basisversion aus Vollmaterial. (Die ursprünglichen "HüGI" Zahnscheiben erkennt man am kleineren Innendurchmesser.) Es wird berichtet, dass mit zunehmender Anzahl der Zähne das Freilaufgeräusch intensiver wird. Wie bei Chris Kings 'Ring Drive Mechanism' (aber auch herkömmlichen Sperrklinken) sind Qualität und Quantität des Schmiermittels wichtig für die einwandfreie Funktion: Zu viel oder zu zähes Fett kann die Funktion beeinträchtigen.


Im Hinblick auf die Kompatibilität mit Ritzelkassetten lassen sich folgende Rotoren unterscheiden – siehe Bild ( 2 ):

  • Shimano Profil ohne Kennzeichnung (serienmäßig: Aluminium | alternativ: Stahl)
  • Shimano Profil mit Kennzeichnung '11 speed road' (Aluminium)
  • Campagnolo Profil ohne Kennzeichnung (Aluminium)
  • SRAM Profil mit Kennzeichnung 'XD Compatible' (Aluminium).


Die Rotoren lassen sich unaufwändig tauschen und sind nach meiner Kenntnis mit allen Naben kompatibel, die auf dem DT Swiss "Rachet System" basieren. Allerdings sind die rechten Achsendkappen rotorspezifisch, d.h. ein Rotorwechsel bedingt einen Austausch der rechten Endkappe. Am Rande bemerkt: Mit dem Rotor des Typs "Shimano mit Kennzeichnung '11 speed road'" wird die Einbaubreite der Nabe um 1 mm größer, also z.B. 131 mm statt 130 mm.

Innerhalb der oben genannten Kategorien gibt es noch qualitätsmäßige Unterschiede: Von den beiden Shimano-Rotoren gibt es besonders leichte Varianten mit zusätzlichen Ausfräsungen und Miniaturkugellagern - siehe Bild ( 3 ). Außerdem sind (wie die Nabenkörper) auch die Rotoren mit Kugellagern verschiedener Qualitätsabstufungen bestückt (siehe unten).

Weiterführend zum Thema Kompatibilität verschiedener Freiläufe mit Ritzelkassetten:
http://forum.tour-magazin.de/showthread.php?345779-Tabelle-zur-Kompatibilit%E4t-Freilaufk%F6rper-(Rotor)-lt-gt-Ritzelkassette


 

Achskonstruktion

Die Nabenachsen bestehen aus einem Mittelteil mit zwei (jeweils innen liegenden) Schultern für die Kugellager sowie zwei Endkappen. Mit Ausnahme weniger Vorderradnaben-Modelle sind die Endkappen gesteckt. Die gesteckten Endkappen sitzen oft stramm und lassen sich schlecht greifen; eine materialschonende Demontage – ohne Einsatz der oft empfohlenen Landmaschinemechanikerwerkzeuge wie Schraubstock und Zange –  ist aber nach meiner Erfahrung trotzdem möglich:

Endkappe auf der linken (d.h. dem Freilauf gegenüberliegenden) Seite mit dem Zeigefinger umschließen und von der Achse abziehen; dabei kann eine drehende Bewegung ausgeführt werden. Die linke Endkappe lässt sich nämlich viel besser greifen als die rechte. Bei hartnäckigen Fällen hilft es, die linke Endkappe am Umfang mit Krepp-Klebeband zu umwickeln und/oder einen Streifen Gummi (z.B. alter Fahrradschlauch) zur Hilfe zu nehmen.

Sodann führt man einen hinreichend langen Bleistift mit der Spitze voran in die Hohlachse und drückt die rechte Endkappe von der Achse. Hierbei gleichzeitig drücken und die Endkappe seitlich verkanten, damit sie leichter aus der Nut rutscht.

Anschließend sollte sich der Freilauf einfach in axialer Richtung abziehen lassen. Falls festgegammelt, hilft es, ein einzelnes Ritzel sowie einen Abschlussring zu montieren, um kräftiger ziehen zu können. Keine gute Idee ist es jedenfalls, den Freilaufkörper in einen Schraubstock zu spannen (es sei denn, dieser ist bereits ruiniert).

 

Kugellagerwartung

Bei DT Swiss kommen Rillenkugellager in Standard-Abmessungen mit beidseitigen Dichtscheiben zum Einsatz. Die Dichtscheiben sind wie üblich metallarmierte Gummischeiben, welche in Nuten eingeklipst werden. Entfernung der Dichtscheiben gelingt meist zerstörungsfrei mittels Abbrechklingenmesser ('pen knife').


In jedem Nabenkörper befinden sich zwei eingepresste Kugellager, ebenso in jedem Freilauf. Bei Rennradnaben ('non disc') sind in der Regel die folgenden Größen verbaut:

6902 = 15/28 x 7 (Nabenkörper rechts bei 240s, 190 & 180 rear | Nabenkörper links bei 240s rear | teils Freilauf)
6802 = 15/24 x 5 (Nabenkörper links bei 190 & 180 rear | Nabenkörper 240s front | i.d.R. Freilauf bei 240s)
6702 = 15/20 x 4 (Freilauf bei 190 & 180)
6803 = 17/26 x 5 (Nabenkörper 240s front 'radial')


Hinsichtlich der Materialqualität der Kugellagerkomponenten sind zu unterscheiden:

'Standard' Kugellager = Kugeln und Laufflächen aus nicht rostfreiem Stahl (eine der beiden Dichtscheiben rotbraun)
'Stainless' Kugellager = Kugeln und Laufflächen aus rostfreiem Stahl (eine der beiden Dichtscheiben blau)
'Ceramic' Kugellager = Kugeln aus Keramik und Laufflächen aus Stahl (eine oder beide Dichtscheiben gelblich)

Nach meiner (nicht representativen) Erfahrung sind die 'Stainless' Kugellager deutlich haltbarer; der Nutzen von Hybridlagern mit keramischen Kugeln blieb mir bislang verborgen.


Eine Schwierigkeit bei Wartungsarbeiten an Hinterradnaben besteht darin, dass das rechte (d.h. freilaufseitige) Hauptlager selbst dann unzugänglich ist, wenn man den Freilauf inklusive Zahnscheibenmechanismus sowie die Achse mitsamt dem linken Hauptlager bereits demontiert hat – siehe Bild ( 4 ).**

Es ist jedoch nach meiner Erfahrung möglich, eine behelfsmäßige Wartung des rechten Kugellagers auch ohne weitere Zerlegung durchzuführen: Hierzu ist durch den Nabenkörper hindurch die innere Dichtscheibe des rechten Kugellagers zu entfernen. Danach kann man wie gewohnt das Kugellager mittels Sprühöl reinigen und sodann neu fetten. Zur zerstörungsfreien Entfernung der Dichtscheibe eignet sich z.B. ein Stück Messerspeiche, welches griffgünstig zurechtgebogen und an einem Ende klingenartig flach gefeilt wurde – siehe Bild ( 5 ).

**) Um das rechte Hauptlager zu demontieren, müsste nämlich zunächst der innenverzahnte Ring entfernt werden, welcher außen in den Nabenkörper eingeschraubt ist und das Drehmoment von der inneren Zahnscheibe auf den Nabenkörper überträgt. Leider braucht man zur Demontage des innenverzahnten Ringes einen speziellen Steckschlüssel ("Nuss") mit korrespondierender Außenverzahnung. Zudem ist die Demontage des innenverzahnten Ringes selbst mit diesem Werkzeug schwierig, weil der innenverzahnte Ring sich durch den Gebrauch der Nabe sehr fest zieht. Praktisch ist eine Demontage des innenverzahnten Ringes bei gebrauchten Naben nur möglich, wenn ein stabiler Schraubstock zur Verfügung steht und die Nabe eingespeicht ist.


Sind die Kugellager im Freilaufkörper verschlissen, ist wohl häufig sinnvoll, den gesamten Freilaufkörper zu tauschen. Eine Demontage der Kugellager ist allerdings auch möglich. Hierzu muss jedoch zunächst das äußere Lager (von innen mithilfe eines Stabes) ausgetrieben werden. (Es hilft, den Freilaufkörper mittels Haartrockner zu erhitzen.) Das innere Kugellager kann erst nach Entfernung eines Sicherungsringes entfernt werden, der in einer Nut zwischen den beiden Lagern sitzt (zumindest gilt dies, wenn der Freilauf mit Kugellagern des Typs 6902 bestückt ist) – vgl. Bild ( 7 ).


 

Exkurs: OEM-Ware

Die Marktbedeutung von DT Swiss im Bereich hochwertiger Naben für Kettenschaltungen liegt primär im OEM-Bereich: Zum einen sind Naben und Komplettlaufräder der Marke "DT Swiss" in vielen Komplettfahrrädern zu finden. Darüber hinaus sind auch in Laufrädern anderer Marken die Nabenkörper bestückt mit von DT Swiss zugekauften Bauteilen (z.B. Lightweight, Enve, bestimmte Modelle von Roval, SRAM, Bontrager, Citec, Reynolds) – vgl. als Beispiel Bild ( 8 ).

Positiv für den Nutzer ist dies in puncto Ersatzteilversorgung. Negativ ist allerdings, dass bei der OEM-Ware die Qualitätsbeurteilung dadurch erschwert wird, dass DT Swiss offensichtlich seinen Großkunden (d.h. Laufradherstellern bzw. Fahrradherstellern) ermöglicht, an versteckter Stelle minderwertige Bauteile zu spezifizieren (wobei minderwertig bedeutet: schlechter als bei der entsprechenden Produktvariante für den Nachrüstmarkt).*** Das heißt nicht, dass die OEM-Ware schlecht ist, aber man kann sich nicht darauf verlassen, dass ein OEM-Produkt in allen Qualitätsmerkmalen äquivalent zu dem entsprechenden Produkt für den Nachrüstmarkt ist.

***) Beispielsweise besitze ich einen Laufradsatz, welcher sich laut Cannondale Komplettrad-Spezifikation um "DT Swiss 240s" Naben drehen soll. Das ist augenscheinlich auch der Falle, nur leider sind (trotz eines exorbitanten Listenpreises für das Komplettrad) nur die Kugellager der "Standard"-Qualität verbaut – und nicht die "Stainless"-Kugellager, mit welchen die 240s Naben für den Nachrüstmarkt serienmäßig bestückt werden. Eine ähnliche Erfahrung machte ein Bekannter mit dem Laufradsatz seines Canyon Komplettrades. Eine weitere Sparmöglichkeit betrifft die Zahnscheiben des Freilaufes. (Wobei es hier allerdings auch vorkommt, dass OEM-Ware höherwertiger ausgestattet ist als das vergleichbare Produkt für den Nachrüstmarkt – insbesondere wurden die 54t Zahnscheiben zunächst exklusiv in Bontrager-Laufrädern eingesetzt.)

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Posted by Reverend on 23.01.2016 - 04:09
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