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Tristar111 Worms: 1 und 1 ist Drei - Matthes bei der Ballerei!

Neoprene Testschwimmen, klingt wie Kinderpipi - ist auch so - nur vom Vortester. Igitt!!
Wir Radsportler haben gegenüber Triathleten ja eine gepflegte Abneigung. Mag es an Ihrer Fahrweise liegen, die freundlich gesagt eindeutig den Schwerpunkt auf Ausdauer legt?? Oder es liegt am Aussehen? Schulterfreie Einteiler, bauchnabelfreie Tops, nicht rasierte Achseln und Bauchansatz. Armlinge dazu weils sonst kalt wird?! Dieser Anblick ist nicht jedermanns Geschmack. Und wer schon mal einen mit Kompressions Wadenwickeln bewandeten Ausdauersportler im Finisherbereich eines Triathlonevent zwischen muffigen Laufschuhen und klamm feuchten Badehosen hat "shoppen" sehen, der weiß ehrlich gesagt, warum er nur Rad fährt. Aber!


tristar logo
Aber als Laktatexpress Reporter gilt es eine Regel zu befolgen:
Bevor man sich über eine Sportart oder deren Sportler lustig macht , sollte man diese einmal selbst im Rennen ausprobiert haben. Das gilt für Alles, ausser Liegerad natürlich.

Ob Mattes aka Matt Dimple jetzt offiziell über rosa stützbestrumpfte Kurventechnik Legasteniker lästern darf...Es gibt ja so Zeiten im Leben, da meint man ein neues Level erreicht zu haben. Ein Upgrade im Bonusmeilen Club, eine Premium Mitgliedschaft im Fitnessverein, oder einfach eine neu gewonnene handwerkliche Fertigkeit, „Urban Knitting“ zum Beispiel. Weiß nicht wie ich gerade darauf komme;-). Ich für meinen Teil hatte so ziemlich das Gefühl gerade einige Upgrades im Leben gemeistert zu haben, erstes Buch geschrieben, Flucht aus Wuppertal, frisch gebackener Innovations Moderator. Jeder andere hätte jetzt vielleicht ein Pause eingelegt, mir aber stand nach ein paar Nachtschichten und der zweitägigen Feuertaufe vor 20 Leuten noch das größte sportliche Ereignis für 2011 bevor: ich wollte mich im Triathlon versuchen!
 


Ist dem Zeitfahrer zu warm, geht er schwimmen
Worms, am Tag vor dem Wettkampf, 14.00 Uhr Ortszeit. Morgen sollen hier 1500 Menschen paddeln, radfahren und laufen. Nur ich seh nix davon!! Seit Stunden kurve ich durch den mit Rentnern verrammelten Ort, nirgendwo ein Hinweis auf den bevorstehenden Event. Und das Navi sagt mir, das der nächste „Flosshafen“ als Startort für eine Schwimmstrecke in Mainz liegt. Ok, ich gebe zu, ich hab mich nicht allzusehr mit den Details dieser Sportveranstaltung befasst, auch das spezifische Training viel recht kurz aus, aber jetzt reißt mir fast der Bowdenzug. Es sind noch 17 Stunden bis zum Start, ich bin vollkommen übermüdet, Sandra und Markus haben mein Rad noch im Taunus – ich bin nah dran an der mentalen Belastungsabbruchgrenze - ohne das ich diese Woche einen einzigen Meter Rad gefahren bin.

Es gibt Leben in Kompressionshosen!
Aber da kommt er wie gerufen, endlich. Der Hinweis auf Triathlon Leben in dieser Stadt. Und was für einer. Engelsgleich kommt ein braun gebranntes schlankes Wesen dahergerollt, weiß gewandet in schulterfreiem Einteiler, rosa Stützstrümpfe, weiße Armlinge, Achseln und Beine rasiert, Eistüte auf’m Kopf, Doppel Zipp – ein Prachtexemplar. Die Scheibe bollert und die Inkarnation dieser besonderen Species auf Rädern rollt langsam auf die Ampel zu. Rot. Vollkommen fasziniert schaue ich auf das Prachtexemplar, dann eine hektische Fussbewegung, ein dezentes „Carbon auf Asphalt“ Geräusch.. Patsch! Und schon liegt Hans Kompressionswurst auf dem Bürgersteig. Neues Aero Pedal. Ach so;-)

You made my day, man!
Am nächsten Morgen steh ich in aller Herrgottsfrühe am Flosshafen. Sandra und Markus haben mir geholfen bis hierher zu kommen. Weil so ein Triathlon ist kompliziert. Rad einchecken, die Beutel für die Wechselzone packen, Laufwege einprägen, Beutel markieren, nochmal Luftdruck checken… Da kann man schon vorm Start abgehängt werden. Für einen Mountainbiker der es gewohnt ist 5 Minuten vorher in die Box zu rollen eine unmenschliche Prozedur. Vergiss es Reverend! Vor allem wenn man dann miterleben muss, das es Menschen gibt die am Vorabend die Luft aus ihren Reifen lassen, weil über Nacht der Luftdruck fallen und die Reifen platzen könnten?! Glaubt Ihr Triathleten auch an Ufos? Apropos Ufos. So sehen die meisten Räder in der Wechselzone aus, nicht schön, aber selten. Der gemeine Triathlet hat einen Hang zu übergroßen Satteltaschen, exotischer Anbringung von Wasserflaschen, und generell leichter Überdosierung von Tagesproviant auf dem Oberrohr. Die Radzeit wird zwischen 2.30 und 4 Stunden liegen, hallo wo wollt Ihr hin?? Die Räder sind für geoutete Radsportästheten alle entweder oll, schlichtweg ungepflegt, pseudo-aero oder eigentlich ganz nett, schweineteuer - aber durch irgendein Detail vollkommen verunstaltet. Ehrlich gesagt, so eine Wechselzone ist schlimmer als das Schreckenskabinett des Dr. Mabuse, eine RTF in Waltrop ein Connaisseur Treffen dagegen. Und wenn dann noch so ein Fuji Zeitfahrrad den Weg kreuzt, möchte man am liebsten in die Wechseltüte kotzen.

Aber das nur am Rande.
Egal, in der Startbox dann wenigstens alte bekannte Rennrad und Mountainbike Konvertiten: Udo „Quäl Dich Du S..“ B. und Carsten „Olympia 2000/2004“ B. aus der Pfalz. Der Moderator erwähnt die Beiden, keine Reaktion von den ganzen Gummimännern um uns rum, manchmal ist selbst der kleinste Tellerrand eine unüberwindbare Kuppe. Meine Aufregung hält sich in merkwürdiger Balance zur Ermüdung durch den Stress der letzten Tage -und das Wissen um die vollkommen dilletantische Vorbereitung. Heute wird trotzdem was Großes passieren..

Ein komisch relaxtes Gefühl, das ich nur zweimal im Jahr habe
Vorstart- Harndrang ist beim Dreikampf so ne Sache. Beim Windsurfen hätt ich jetzt noch schnell in den Neo gepinkelt, geht bei dem Tria Wetsuit nicht, der ist unten zu eng. Dann werden wir bevor ich auf doofe gedanken komme alle zügig ins Wasser gelassen, meine ärgsten Befürchtungen ob einer gepflegten Klopperei werden gemildert. Ich hatte da ja Schlimmstes gehört. Ich stell mich schön weit hinten in meinem Block auf und schwimme mein Ding, alles easy, Wasserschatten - hab aber nicht die Rechnung mit den Heißkisten der Altersklasse nach mir gemacht. Nach der ersten Boje kurzes Gegrabbel an meinen Füssen, ein kurzer Druck unter Wasser, schon schwimm ich eine Etage tiefer. Und alle über mich weg.

Hilfe Herr Bademeister, hier werden keine Gefangenen gemacht! Also erste Lerneinheit heute, immer schön mit den Füssen zappeln und treten, sonst überschwimmt Dich die nächste Welle. Mit dieser Defensivtaktik komme ich einigermaßen über die Schwimmstrecke, immerhin das erste Mal 1000 Meter am Stück durch geschwommen in meinem Leben. Die Eindrücke im Wasser sind vielfältig: endlich mal wieder Neoprene auf der Haut, Schlingpflanze am Knie, Dieselgeschmack nahe der Flusseinmündung, leichtes Panikgefühl als ein Wasserstrudel mich nicht zur dritten Boje kommen lässt und ich plötzlich rückwärts schwimme. Aber dann ists vorbei, nur ne kleine Böschung hoch und ich freu mich das mein lizenzgebender Verein „Rad und Paddelclub Emsstern Rheine“ heißt. Meine Platzierung? Mit 4 mal vorher Schwimmen gehen lieg ich im Mittelfeld,

was die Frage aufwirft was Triathleten im Winter im Schwimmbad machen??
Die erste Wechselzone ist einen gefühlten Fussmarsch München Terminal1 bis Autovermietung entfernt, ohne die Rollbänder. Beutel suchen, raus aus dem Neo, Helm auf, Startnummer mit so einem rosa Bändchen nach hinten drehen, Rad suchen (das einzige ohne Name auf dem Oberrohr natürlich) wieder Fussmarsch Richtung Strasse… So Distanzen in einer Wechselzone sollte man nicht unterschätzen, vor allem wenn man so ein bekennendes Barfusslauf Weichei ist, wie ich. Nach der Transpondermatte erstmal rein in die Schuhe, Drehverschlüsse auf „Go“ und ab geht’s zur Hauptsache des Tages: 100 Kilometer Einzelzeitfahren, 500 Leute vor mir, nee wie geil. Aus Worms raus geht’s kerzengerade, starker Wind von der Seite, wegen dieser ominösen Windschattenbox gleich mal den Blinker links gesetzt und in der dritten Reihe an allen vorbei. So ein Traithlon ist wie RTF, spät starten, an allen vorbei knallen. Nur das es keine Stempel und keine Lutscher gibt. Read my Lips: Ü-BER-HO-LEN!! Aber irgendwie läufts nicht recht, am ersten Wendepunkt der Strecke geht’s 90° Grad und in eine Ortschaft rein, Gegenwind. Die nette stationäre Geschwindigkeitsmessung zeigt 32km/h, mit so nem lachenden Smiley drunter,

Ich hasse lachende Smileys.
Dann direkt so ein paar fiese Pfälzer Weinberg Rampen, Aua! Der Kurs soll „nur“ 1200 Höhenmeter haben, das fühlt sich mehr an. Der Wind wird auch immer stärker, in mein linkes Ohr bläst es so rein, ich spüre förmlich die Schaumkronen auf dem Restwasser vom Schwimmen. So ein Mist, gerade noch nen Neo an, bestes Surfwetter und Du keulst hier im nassen Einteiler gegen den Wind. Zwischendrin hab ich echt ans Aufgeben gedacht, wofür denn den ganzen Sch… Du hattest ne anstrengende Woche, Dein Kopf ist leer, wem willst Du was beweisen? Niemand, also?? Aber diesem frevelhaften Gedanken hat der Veranstalter einen perfiden Motivationsservice entgegen gestellt, er hat mit der Anmeldung den Betrag von 180 Euro eingezogen, ein Drittel einer kompletten Transalp Challenge, Irre! Da kann man nicht einfach aufgeben, da wird durchgefahren. Never give up.

Alternativlos. Keulen bis zum kotzen
Nach ungefähr zwei Drittel der Strecke kommt der Wind immer noch von vorne, mathematisch unmöglich und nach langer Denkpause nur durch ein gleichseitiges Dreieck mit unglücklicher Ausrichtung zu erklären. Die wehrlosen „schulterfrei“ Fahrer um mich herum haben in Mathe nicht so aufgepasst, alle fahren auf Paradontose. Jetzt nicht nachzulassen, denke ich, hallo Markus;-)) vor allem weil wir inzwischen auf den Spuren der legendären Rockenheim RTF wandeln. Stell mal einer bitte den Fön ab.

Wir drehen auf Raumschot.
Das war schon immer meine Lieblings Windrichtung. Was liegt an Herr Kalloy? 55/12 bei 90er Tritt. So langsam macht mir das Radfahren wieder Spass, im Auflieger durch die Ortschaften braten, mit Rückenwind die restlichen Kuppen wegdrücken. Kurz vor Grünstadt dreht der Wind kurz nochmal auf Kontra, Sandra kurz Hallo sagen, und danach gibt’s kein Halten mehr, Feuer frei. Von vorne kommt eine Dreiergruppe und ein Offiziellen Motorrad, in den Regeln steht nix drin das man auch von Offiziellen Motos nur rechts überholen darf. Das Zutrauen zu meinem neuen Lieblings- Cervelo ist inzwischen riesengroß.

Ich hab schon Haarfollikel Entzündung an den Ellenbogen von den Aufliegern.
Wenn’s durch die Weindörfer geht, Finger von den Bremshebeln! Der Dom zu Worms in der Ferne zu sehen, ich klopp rein was geht, Flow nennt man dieses schöne Gefühl. Zeitlosigkeit, da ist sie wieder;-)) Langgezogene Kurven auf Landstrassen werden spannend, der vorbeifliegende Asphalt berauscht die Sinne - kommt ab Cancellara Speed aufwärts automatisch. Eine Dorfeinfahrt, eine Geschwindigkeitsmessung, der Smiley ist supertraurig, ich liebe traurige Smileys! Am Ende sind es 2.39 auf exakt 100, mit Schuhe anziehen und zumachen! Udo war neun Minuten Schneller – ok. Die heimlich als Ziel ausgerufenen unter 4 Stunden sollten locker drin sein.

Der Wechsel in die Laufschuhe gestaltet sich komplizierter, ich muss sagen, ich hatte mir ja extra einen Plan auf den Unterarm gemalt wo mein Beutel hängt, aber jetzt ist der vom Schweiss verwischt, und ich kann auch nicht mehr bis drei Zählen.. Wortlos halte ich einem Helfer mein Athletenbändchen hin, da steht zum Glück die Nummer drauf.

„Der kleine Matthias hat sich verlaufen und sucht seinen Beutel 697“
dröhnt es in meinem Kopf wie aus dem Hertie Lautsprecher. Radschuhe aus, Helm ab, Socken? Wer braucht Socken?? Triathlon Style ist ohne. So’n bescheuertes Stirnband mit Vizor hab ich nicht - dafür muss ich die Startnummer erniedrigend nach vorne drehen, ekelhaft und unpraktisch. Egal - auf geht’s raus auf die Laufstrecke.

10 Kilometer, das machste mit Links.
Die Strecke geht direkt ne Rheinbrücke hoch, alle haben gesagt, „da fliegen Dir hoch die Beine weg“. Mir geht’s blendend, direkt mal die Lücke zu den Vorderleuten zulaufen. Oben auf der Brücke dann beobachte ich wie ein Läufer an einem Geländer hängt und vorsichtig leicht bergab durch die Unterführung humpelt. Und ich Idiot denk noch so: „was hat der denn..“ Nach dem Scheitelpunkt der Brücke fühle ich mich in meine Schulzeit versetzt, nicht das mich meine Eltern oder die Lehrer jemals geschlagen hätten. Aber irgendwie habe ich das gefühl das mir irgendeiner gerade mit dem Lineal auf die Oberschenkel haut, und zwar mit jedem Schritt. Aduktoren Alarm! Kurze Zeit später häng ich an dem Geländer und hoffe das die Nummer irgendwann einmal vorbei ist.

Tja, Triathlon ist keine Montessori Schule,
und das dicke Ende kommt immer noch zum Schluss. Ich hab derweil noch 8,5 Kilometer zu Laufen und mache mir keine Hoffnung das die Schmerzen in den Beinen wieder nachlassen werden. Und wir müssen nochmal von der Brücke runter. Insgesamt hat die Laufstrecke 90 Höhenmeter, und jeder Meter bergab ist die Hölle. Von hinten kommen Läufer vorbei gezischt, einer klopft mir auf die Schulter: „Good bike split, good bike split!“. Der Nächste: „Sah super aus auf dem Rad..“

Danke Jungens, aber kann mal einer den Mann mit dem Hammer, der mir auf die Oberschenkel haut ausstellen. Der Rest der Laufstrecke ist dann auch nicht so das es besonders motivierend, der Veranstalter preist den Kurs als „Auf den Spuren der Römer“. Simplere Naturen würden sagen: "wir sind einmal über ne Brücke und zweimal recht orientierungslos durch ne Einkaufszone gejoggt."

An C&A vorbei, bei Biba rechts rein, Pornoschuppen, Eisdiele,
dann die Verpflegung: ein Triathleten Gedeck (Wasser in den Mund, Wasser übern Kopf, Cola irgendwo in die Richtung), Briefmarkengeschäft, Rückseite vom C&A und dann wieder runter in den Zielbereich am Rhein. Und nochmal – und wenn doch bitte einer den Mann mit dem Hammer abstellen würde. Ein Blick auf meine Laufschuhe verrät mir: die Idee mit den neuen Schuhen und dem erstem Mal ohne Socken war nicht so gut, warum haben die Schuhe rote Flecken?? Autsch. Mein Schritt ist inzwischen so, als würd ich mit Vaseline eingeschmierten Badelatschen versuchen die letzte Liege am Pool zu erreichen. Dafür hätt ich überhaupt nicht Laufen trainieren müssen, schnelle Intervalle, hahaha. Auf den Händen laufen wäre sicher zielführender gewesen. Nur nicht Stehen bleiben oder gehen, das tust Du Dir nicht an, bei der Ehre eines Radfahrers!

Am Streckenrand steht Sandras Trainierin Ute M. (Danke für den NEo!!) , sie sieht mich, lacht: „geniesse es!“ .Boah, der Spruch ist ja noch schlimmer als „Du siehst gut aus!“ Ich werd sauer, morgen kauf ich mir einfach neue Adduktoren, aus Trotz renne ich den letzten Kilometer ins Ziel so gut ich noch kann, gute Trainerin;-))

Am Ende 52 Minuten Qual für 10klitzekleine Kilometer
unterirdisch, streichen bitte. Mein Minimalziel von 4 Stunden, um eine Minute verfehlt, hmm, das müssen wir wohl nochmal probieren. Oder? Oder bin ich jetzt gar Triathlet?? Ich hoffe nicht. Obwohl, Ironman? Müsste im Bereich des Möglichen sein, mit Neo schwimmen kann jeder, Radfahren geht sowieso, und 42 Kilometer auf allen Vieren kriechen.. Vergiss den Gedanken einfach, STREICHEN! . . Naja, jetzt erst mal erholen und all die neuen Levels verarbeiten. Noch ein paar Einzelzeitfahren, ein zwei MTB Events und Rad am Ring. Zur Cross Saison steige ich dann wieder mit ernsthaftem Sport ein.

Ach so, ja. Ich hab jetzt den Sport gemacht, jetzt darf ich auch Witze drüber machen:
Kennt Ihr den schon? Wann ist ein Triathlet schneller unten als eine Bahnschranke? An der Ampel mit neuem Klickpedal!


und nennt mich bitte nicht Triathlet!

matt)

Posted by m on 29.05.2012 - 23:00

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