Die ursprüngliche Idee vom "Laktatexpress" wurde 2001 auf einer der zahllosen RTFs in unserer Umgebung geboren. Da es sich aber nicht um einen eingetragenen Verein oder sonst einen sozialen Verband handelt, ist die Zusammensetzung im Laufe der Jahre gewissen Wandlungen unterworfen. Eine genaue Vorraussetzung für die Mitgliedschaft im Laktatexpress gibt es nicht, da haben wir uns bisher noch keine Gedanken drüber gemacht?! Aber es gibt sicherlich einige Personen, die sich durch adrenalin-, laktat- oder ausredenhaltige Heldentaten hier einen gewissen Namen gemacht haben:  Uwe Kappel / Raimond / Eberhardt Norden / Verena Engel / die Helden von Herne / Daniela Bargholt / Matthias Ocklenburg / Rennmaus Alexander / ein paar Vereinsmitglieder von Velo Widdert in wechselnder Besetzung / Markus B. / F.R.A.N.K.Y / Lars und seine Freundin Silke vom Kroschi B-Kader / Burkhardt / "Speichen lose" Boogiknight und diverse Andere.

Dies ist der Originaltext aus dem Gründungsjahr 2002. Und hier die Version aus dem Buch "Im Tal der Ortsschildsprinter":

In Order of Appearance
 

Der harte Wuppertaler Kern:

Wuppertal, ja, ja, da wo der Papst mit Loriot 'ne Herrenboutique eröffnet ... genau da liegt das Epizentrum unserer Radsportleidenschaft. In den umliegenden Wupperbergen finden sich Myriaden von MTB Trails und Asphaltrampen um die anderen leiden zu lassen. Das bergische Land und die Grenzen des Sauerland sind nur eine knappe Fahrstunde vom Ortseingangsschild entfernt. Das Tal der Wupper lässt nur eine Möglichkeit zu „locker und flach“ Rennrad zu fahren: Durch die "Uelfe" Richtung Remlingrade / Radevormwald. Kein Wunder, da läuft man sich zwangsläufig irgendwann auf der Abendrunde über den Weg.

Frank R., genannt „Sprengmeister“, erfahrener Ex Rennfahrer, hat sich schon mit Bart Brentjens in Baal bei Sommerrennen gekloppt. Seine Fahrweise ist immer dynamisch, Beschleunigung nach der roten Ampel Ehrensache. Das er alles mit Akribie vorbereitet ist sein Markenzeichen, cellophanierte gefaltete Trikotsätze für die einzelnen Etappen der Transalp sind ein Gerücht. Die Sprintattacken kommen dagegen vollkommen ohne Vorwarnung. Seine Wohnung liegt zufällig am Ende der Dienstagabendrunde und er hat immer guten Espresso und kalte Getränke im Ausschank..

Rainer W., die „isländische Nähmaschine“ Gefürchtet wegen seiner gnadenlosen Trittfrequenz, Ehrenmitglied der „Sektion Burgholz“. (Das ist die Truppe die jeden Sonntag durch das größte Waldgebiet zwischen Solingen und Wuppertal streift.) Der unverbesserliche Mountainbiker kennt restlos alle Verbindungsstrecken durch unser allerliebstes Naherholungsgebiet. Immer nach dem Motto: je steiler, je geiler. Der Unterschied zwischen einer 28 prozentigen Waldschneise und einem flachen Forstweg will ihm partout nicht einleuchten. Nebenbei ist Rainer noch für seine Grundlagenausdauer bei Salsa Tanzevents bekannt, was manchmal zu lustigen Leistungseinbrüchen am späten Sonntag Nachmittag führt.

Daniela B., „Erste Frontfrau“, auch Dani genannt. Wo sie ist, ist vorne. In Trainingsrunden immer auffällig unauffällig. Mindestens zwei- dreimal im Jahr haut sie einen raus, da fragt sogar der Trainer wo das her kommt. Kann sechs Stunden lang 3 Schläge unter Maximalpuls halten. Trägt seit mehreren Jahren das modische Trikot der NRW Landesmeisterin über die Marathondistanz - und lässt sich auch von schiefen Bandscheiben oder querenden Motorrädern nur kurzfristig aufhalten. Bevorzugt im Gelände 14 Gänge und trinkt leidenschaftlich Isoplörre aus Tutzing. Ende der Werbepause.

Markus „der Referend“ B., startet prinzipiell bedächtig von hinten aus dem letzten Startblock um mehr Leute überholen zu können. Haut nach hinten immer einen raus wie Don Camillo und Peppone. Authorisierter Kurzstreckenreporter der Laktatexpress Website: wenn seine Bewertung eines Marathon negativ ausfällt sinken im nächsten Jahr die Anmeldezahlen. Ist bei Veranstaltern gefürchteter als ein Restaurantkritiker beim Sternekoch. Aufgepasst, er verirrt sich in letzter Zeit öfter auf die längeren Strecken. Wenn er auf dem Rennrad zu sehen ist hat es vorher zwei Wochen nicht geregnet.

Markus „Schledde“ M., Transalp Challenge Finisher aus Köln. Hat schon mehr Radfahrer gestoppt als die Polizei! (Arbeitet bei einer bekannten Zeitmessungsfirma.) Kann da aber nichts für Jedermänner regeln, bitte keine Zuschriften;-))

Jörg, Jogi „the lightning“ H., tempohart wie ein Stück Asphalt aus der Kürtener Sülz, man sagt er ist zur Verbesserung seiner anaeroben Fähigkeiten ins Oberbergische gezogen. Live high, work low, bike sometimes.. Wir sind gespannt.

Roger „Venga“ H., online auch unter dem anglizierten Namen Rohan unterwegs, aktuell wohnhaft in Bochum. Unser Online Auktionshaus Experte, weiß immer wo es was zu schnappen gibt, weigert sich als einziger Fahrer weißen Helm und Schuhe zu tragen. Hat außerdem einen Hang zu Mottotrikots und andersfarbigen Regenjacken, und das obwohl der stilistisch sichere „Sprengmeister“ sein langjähriger kongenialer Teampartner ist.

Manfred “the beast from the east” K., die Wälder östlich von Köln sind sein Jagdrevier. Regelmäßige Platzierungen bei MTB Marathon und in letzter Zeit auch häufiger NRW- oder RheinlandCup Crosscountry Rennen. Wenn auf den kurzen Strecken nicht immer der Puls so hoch wäre..

Matt “El Capitan O.” Last not least, der Webmaster des Laktatexpress. Hatte im November 2001 die fixe Idee eine Internetseite mit der Endung .de ins Leben zu rufen. Schreibt seitdem jeden Monat mindestens einen ellenlangen Bericht. Ist in seinem wahren Leben Semi Radprofi und betreibt zum Ausgleich an Ruhetagen eine Wuppertaler Design Agentur. Man sagt  hat sich mit dem Förster im Gelpetal so zerstritten das er neuerdings als Radsportler öffentlich nur noch unter Synonym auftritt.


Päärchenpower all over Deutschland:

Das Radsport keine reine Männerdomäne ist beweist der Laktatexpress. Wir haben eine stattliche Anzahl gleichberechtigt bikender Paare in unseren Reihen (also nicht solche, wo „Sie“ sich von „Ihm“ das Fitnessrad zur Montagsrunde aufpumpen lässt):

Marbod, genannt „Mbod“ und Nina! Unsere Laktat Keimzelle im wunderschönen Heidelberg. Leben auf  wenn es lang und bergig wird. Marbod hat einen Hang zu exzessiven Streckenlängen: Trondheim-Oslo, Wuppertal-Berlin, Wuppertal-Stuttgart, Wuppertal- Paris. Seine Geschichten allein würden ein weiteres Buch füllen. Er ist außerdem bekannt für seine unerbittlichen Selbstportraits, durch ihn bekommt das Wort „Pass-Bild“ eine vollkommen neue Bedeutung. Er brachte den Laktatexpress in das bundesweite Bewusstsein indem er jahrelang RTF Berichte für die Tour schrieb. Einige wurden tatsächlich auch abgedruckt.

„Dr. Dr.“ Sanda J., unsere Multisportlerin aus Witten, kann sich auf dem Rennrad so klein machen das dahinter nur Windschatten bis zur Kniescheibe entsteht. Sandra bestand Teil1 des Laktatexpress Aufnahmetest weil sie ahnungslos bei einer fünf Stunden Grundlagenrunde durch das Bergische die erste Stunde von vorne fuhr – und trotzdem am Ende mit der Gruppe ankam. Liiert mit..

Markus H., „Horchposten Taunus“. Wohnt in einem ahnungslosen Ort wo Internet und Handy noch erfunden werden müssen. Ist aber egal, der Feldberg mit seinen Sahnetrails ist nicht weit entfernt. Da kann man herrlich entspannt trainieren und grillen, was Teil 2 der Aufnahmeprüfung war.

Lars B. und Silke P. “die Serientäter” aus Essen. Mehrfache multiple Transalp Challenge Finisher. Eigentlich unzertrennlich, nur während der Etappenrennen hat der Teampartner Vorrang im Hotelbett. Lars unter anderem in Kombination mit Bernd aus dem Süden unserer Republik. Silke dauernd auf der Suche nach der richtigen Partnerin. Warum die beiden so viele Transalp Challenges mitfahren? Sie haben einfach übermäßig Erfolg bei Preisausschreiben und Sponsorings. Und wer sagt bei zwei Etappenrennen hintereinander schon nein wenn der Chef den Urlaub frei gibt?

Eberhard und Verena, Wuppertals prominentestes Radsport Traumpaar. Fahren alle Sorten Rad - Hauptsache es gibt viel Windschatten. Waren bei der Prägung des Namens Laktatexpress akut in der Führungsarbeit. Die Beiden kurz „E+V“ genannt sind in ihrem zweiten Leben geistige Anführer eines Dortmunder Radsportvereins mit Spitzengruppe Ambition. Deswegen war in der Anfangszeit auch eine gewisse Rivalität in der Laktatexpress Gruppe zu spüren. …


Die „Lüdenscheid Connection“

Die Bergfestung im Sauerland, einst mächtige Radsport Bastion gegen all die Windschattenlutscher aus dem Flachland. Hier hat der Laktatexpress seine Qualitäten am Berg erlangt und erste Einblick in die Welt des gehobenen Amateur Radsport erhalten.

Silke und Dieter, Didi war schon NRW Cup Führender als wir noch dachten Biopace wäre die Zukunft. Sille, Dani`s Schwester kann locker bei jeder RTF vorne mitfahren - wenn sie sich mehr zutrauen würde. Sie nennt den ersten wirklich schönen Krautscheid (Krabo) Renner im neuem Design ihr Eigen. Wenn es keine schönen Stahlrahmen mehr gibt? Muss man halt alles selber machen.

Bariadi, der braun gebrannteste  Fahrer der „Lüdenscheid Connection“, hat Erfahrung im „Frauenweitwurf“, Podium Mixed bei der Rennrad Transalp mit Deutschlands schnellster Postfrau Nicole H. aus Darmstadt. Bariadi findet Übersetzungen von über 42/21 im Sauerland einfach lächerlich. War in der Bergstadt Profitruppe um Cote d’ Azur Rundfahrt Gewinner Stefan R., Bergwertungsgewinner Andre R., und Sprinttrikotträger Jörg B. - der neuerdings wieder beim RegioLoop auftauchte - und gewann.

Christian G. jetzt wohnhaft in Frankfurt, wurde bei den Transalp Challenges 2002 und 2003 von seinen Teampartnern auf hohem Niveau so platt gefahren das er fortan nur noch auf Laufveranstaltungen gesichtet wurde.


Die Ehemaligen

Versenkt, vergrätzt, verzogen und verschollen. Bei einer freiwilligen Gemeinschaft von charakterstarken Individuen bleibt es nicht aus das eine gewisse Fluktuation im Gruppengefüge herrscht. Man kann es auch natürliche Selektion nennen. Aber egal, jeder dieser Herren hat einen berechtigten Platz in der Geschichte des Laktatexpress.

Robby „Tobby, the flyin Cannondale“, wenn es das Wort Freerider schon vor 10 Jahren gegeben hätte, Robby wäre einer gewesen. Zu seinem Leid geriet er in den uphill lastigen Einflussbereich der Sektion Burgholz. Ist nach München verzogen und biked seitdem kaum mehr – muss ein tolles Bike Gebiet sein da an der Isar..

Carsten S., berühmt aus der frühen Laktatexpress Kolumne „Carsten erklärt die Welt“. War seiner Zeit weit voraus und hat Bowdenzüge fachgerecht mit Lüsterklemmen verlängert, gute alte bergische Elektroingenieurs Ausbildung (steht heute in jeder Bikezeitschrift als Notfalltip). Träumt Zeit seines Lebens davon a) einmal schneller als Danielle zu sein, b) ein teureres Rad zu besitzen als Matt O. und c) bei der Rückfahrt aus dem Burgholz nicht auf Rainers Guidequalitäten angewiesen zu sein.

F.r.a.n.k.y.b.o.y, kam, sah - und ging wieder, glaubt jetzt an eine andere Konfession und trägt auch deren Trikot, ab und zu.

Thomas L., der On/Off Trikotträger aus Dortmund. Seine Ausreden vor Rennen sind legendär, sein Auftritt beim erstem Wetter Bike Marathon war suboptimal. Aber der Kerl ist gefährlich! Hatte mal Trikotgröße L - und fragt jetzt nach S! Jahrelanges Training oder neumodische Schmeichelgrößen?

Carsten B. ein Antritt am Berg wie ein Hungerhaken. Im Nachname das englische Wort für Bremse. Auf dem Rad alles andere als eine Bremse. Auch wenn er inzwischen vorzugsweise vorher schwimmen und anschließend noch joggen geht.


Die Geburtshelfer

Und dann gab es noch ein paar Radfahrer in unserem Umfeld, da trug jeder auf seine unnachahmliche Weise zur Prägung des Laktatexpress Begriffes bei.

Thomaso „Titanio mi Amore“ G.., guter italienischer Radsportadel mit akuter Edelmetall Sammelleidenschaft , wohnt jetzt mit ca. zwölf Titanrahmen im schönen Allgäu. Unvergessen sein erster Auftritt beim Neuenrader Bergzeitfahren anno Tuck. Einzelstart, die Profis alle längst oben, nur noch drei Hobbyfahrer auf der Strecke - also wird schon mal die Siegerehrung gemacht. Während der vermeintlich Erste aufs Podium klettert kommt ein flatterndes weißes T-Shirt mit Hakenpedalen den Berg hoch geknallt. Bestzeit aller Klassen! Alle Lizenzler einen aufrücken bitte…

Uwe "Cappelino" K. oder „der Pate von Bochum“, Grossgrundbesitzer und Fahrradnarr. Bester Kunde von Krautscheid Bicycles. War an der Entstehung des Begriffs Laktatexpress unmittelbar beteiligt. Irgendwann war ihm die Vorherrschaft auf allen RTFs der Region zu wenig und er gründete eine Nachwuchs Rennsport Gemeinschaft die unter dem dubiosen Namen „Team Sieben Steine“ den deutschen Zwergenradsport nachhaltig aufwirbelt.

„Gott“, gefeierter mehrfacher Vereinsmeister aus Dortmund, tauchte am Tag nach einer Tequilaparty beim legendären 12.00 Uhr Stadthallentreff auf. Es gab eine MTB-Ausfahrt in die Wupperberge bei der unerbittlich alle vorhandenen Kräfte gemessen wurden. Der Tag endete mit der besinnlichen Suche nach „Gott“ in den weiten Hanglagen unter der imposanten Eisenbahnbrücke von Remscheid nach Solingen.

Ralf „Yeti“ K., berühmt geworden durch seine brillianten Zwischenfragen zu bewegenden  Radsportthemen: „Was sagst Du zum sozialen Hochschulprojekt für Wuppertal?“ „Hääh? Was hat dieses Projekt mit Radfahren zu tun?“ Rein gar nichts, deswegen streut er diese bildungsbürgerliche Blendgranate gerne in die Spitzengruppe - wenn am Tremalzo das Tempo mal wieder etwas zu hoch für Ihn ist.

Hanswerner „the Bud“, er war der Erste und Einzige der 1990 am Gardasee mit 2,4er Breitreifen rum fuhr, auch wenn die kaum durch den Hinterbau passten, egal. Manche sagen er war Hellseher, andere monieren „damit kam er den Berg überhaupt nicht mehr hoch!“. Unvergessen die erste Monte Brione Abfahrt an seinem Hinterrad, damals noch direkt an der Abrisskante lang - ohne Absicherungsseil! Wenn Engel fliegen könnten...
Und dann war da noch die Aktion mit dem legendären illegalen MTB Marathon auf der „Rund um Wuppertal“ Wanderstrecke. Aber da können wir uns nicht mehr dran erinnern Herr Oberförster. Man sagt, Hanswerner hat umgeschult und illustriert neuerdings Cover von Radsportbüchern..

Frank U. Unser Mann für die Deutsche Meisterschaft! Ein knallharter Tempobolzer, lehrte uns den Windschatten würdigen. Brachte sich bei der allerersten MTB Hobby DM in Willingen 2001 um den Sieg. Weil er die Nacht zuvor unbedingt im Sauerlandstern übernachten wollte ohne ein Zimmer gebucht zu haben. Am Start hatte er exklusiv drei Friseusen die ihn frenetisch anfeuerten - aber irgendwie keinen Saft mehr in der Hose.

Mattes B., Mitbesitzer des wahrscheinlich besten und sicher einzigen Outdoor Outlets in der bergischen Metropole. Mag seit Ende seiner Karriere als Lizenzfahrer nicht mehr schnell fahren. An seiner schnuckeligen Radsport Finca in Cronenberg startete der "Rund um Wuppertal" MTB Marathon.. „welches Rennen Herr Oberförster? Ich hab nur zufällig eine dreistellige  Nummer am Lenker..“

Eddy (nicht Merckx), Inhaber der berühmt berüchtigten „CycleStation“. Einziger Radsportladen für sportlichere Betätigung in Wuppertal. In den Vitrinen waren die ersten vollkommen überteuerten Syncros Teile zu bewundern, ist vor Jahrzehnten über den ortsansässigen Fluss gegangen.